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In Südafrika werden Covidbeschränkungen gelockert

President Ramaphosa am 1. Februar President Ramaphosa am 1. Februar Foto: Facebook/Presidency
Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa kündigte am Abend des 1. Februar die Lockerung mehrerer Beschränkungen an, die sich direkt auf die Tourismus- und Gastgewerbebranche auswirken, darunter die Wiedereröffnung von Stränden und Parks, eine Verlkürzung der Ausgangssperre und die Lockerung der Beschränkungen für den Alkoholverkauf.

JHM - Da die tägliche Rate an COVID-19-Infektionen in Südafrika stark gesunken ist, gelten die folgende Lockerung der Beschränkungen ab Stufe 3 mit sofortiger Wirkung:

• Öffentliche Räume, einschließlich Strände und Parks, dürfen vorbehaltlich der Gesundheitsprotokolle wieder geöffnet werden.
• Die Ausgangssperre wurde verkürzt und wird nun von 23.00 bis 04.00 Uhr sein. Nicht wesentliche Einrichtungen müssen um 22.00 Uhr schließen.
• Der Verkauf von Alkohol in Einzelhandelsgeschäften ist Montags bis Donnerstags von 10.00 bis 18.00 Uhr gestattet.
• Der Verkauf und Konsum von Alkohol vor Ort in Restaurants und anderen lizenzierten Verkaufsstellen ist täglich von 10.00 bis 22.00 Uhr gestattet.
• Weinfarmen und Mikrobrauereien können während ihrer normalen Betriebszeiten Alkohol für den Verbrauch außerhalb des Standorts verkaufen. Dies schließt Wochenenden ein.

Während der Tourismus- und Gastgewerbesektor diese Nachricht begrüßt hat, haben Branchenführer auch angekündigt, sich stärker mit der Regierung zu beraten, um die erneute Umsetzung von Beschränkungen zu vermeiden. "Wir sind ermutigt zu sehen, dass die Regierung auf unsere Botschaften reagiert hat, und es ist positiv zu sehen, dass der Präsident die Tourismusbranche berücksichtigt, aber wir werden uns auf jeden Fall regelmäßiger mit der Regierung beraten, um zu verhindern, dass die Einschränkungen erneut stattfinden”, so der Vorsitzende von The Trail und Hiking Association of South Africa Aidan Lawrence. Lawrence, der am Ostkap ansässig ist, sagte, er habe die desaströsen Auswirkungen durch die Strandschließungen aus erster Hand gesehen.
Der CEO des Tourism Business Council von Südafrika, Tshifhiwa Tshivhengwa, sagte, dass die Industrie von der Schließung der Strände im Januar überhaupt nicht konsultiert wurde. "Es war in den letzten zwei Monaten schwierig, und wir sollten alles tun, um nicht zu diesen Beschränkungen zurückzukehren", sagte er kurz nach der Ankündigung gegenüber dem nationalen Nachrichtensender eNCA. Tshivhengwa merkte an, dass sich die gelockerten Vorschriften positiv auf Tourismusunternehmen in Küstengebieten und in der Nähe von Wasserstraßen auswirken würden, da die Unternehmen nun in der Lage sind, die Geschäfte wieder aufzunehmen.

Ramaphosa forderte Geschäftsinhaber und die Öffentlichkeit auf, unter den neuen gelockerten Beschränkungen verantwortungsbewusst zu handeln, und sagte: „Es besteht die allgegenwärtige Gefahr eines Wiederanstiegs der Infektionszahlen. Dies macht es erforderlich, im Moment auf der angepassten Alarmstufe drei zu verbleiben.“
Die Aufhebung der Alkoholbeschränkungen und die Verkürzung der Ausgangssperre tragen entscheidend zum Überleben der Restaurants in Südafrika bei. Viele hatten mit dem Verbot von Alkohol massive Verluste erlitten.

Impfstoffe kommen in SA an

In der Zwischenzeit traf am 1. Februar die erste Lieferung von COVID-19-Impfstoffen am OR Tambo International Airport (ORTIA) ein. "Die Ankunft dieser Impfstoffe beinhaltet das Versprechen, dass wir das Blatt gegen diese Krankheit wenden können", sagte Ramaphosa. Er erläuterte die dreiphasige Einführung von Impfstoffen, bei der die Mitarbeiter des Gesundheitswesens als erste den Impfstoff erhalten werden. Der Präsident machte deutlich, dass Impfungen nicht obligatorisch sind und dass ungeimpften Bürgern keine Bewegungsbeschränkungen auferlegt werden. "Es ist im besten Interesse von allen, dass so viele von uns wie möglich diesen Impfstoff  erhalten und dass rund 67% der südafrikanischen Bevölkerung geimpft werden, um eine Immunität der Bevölkerung zu erreichen.”

 

 

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