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POST SCRIPTUM! Die „New SAA“: Mile High Debt Club (nur für korrupte Mitglieder)

SAA soll weiter fliegen SAA soll weiter fliegen Foto: Wikimedia
Jeder in Südafrika kennt die nationale Fluggesellschaft South African Airways („SAA“). Viele Leute wissen, dass die SAA seit Jahren nicht mehr rentabel ist. Einige Leute wissen, dass die Fluggesellschaft mit einem jährlichen Zuschuss zwischen 7 und 12 Mrd. Rand subventioniert werden musste, um sie am Leben zu halten. Aber nur sehr wenige Menschen haben bisher erkannt, dass die New SAA keine neue Fluggesellschaft ist, sondern dieselbe gescheiterte Fluggesellschaft, die nun von denselben unfähigen Menschen mit einem noch größeren Appetit auf staatliche Mittel verwaltet wird.

Die SAA wurde von Präsident Ramaphosa in das neugesetzliche Business Rescue (Unternehmensrettung) Verfahren überführt, nachdem der letzte Gewinn der Fluggesellschaft im Jahr 2013 erzielt worden war. Nach sieben Jahren wirtschaftlichen Versagens und Verlusten, die jetzt bei über 100 Mrd. Rand liegen, wäre kein privates Unternehmen am Leben geblieben. Die Entscheidung war vom Präsidenten getroffen worden, weil er die kontinuierliche Belastung des Staatshaushalts angesichts der sich abschwächenden wirtschaftlichen Umstände als nicht gerechtfertigt und auch nicht mehr erschwinglich ansah. Aber es war so ziemlich die einzige rationale Entscheidung, die seitdem getroffen wurde.

 

Der Minister für Public Enterprises (staatliche Gesellschaften), Pravin Gordhan, der regierungstechnisch für die SAA als staatseigenes Unternehmen („SOC“) verantwortlich ist, hat seinen Biss und das Gefühl für jede Realität verloren seit er von der Mafia des NEC (Höchstes Führungsgremium innerhalb des ANC) gekauft wurde. Die Mitglieder des NEC brauchen ihn zur Gewährleistung des Fortbestehens der SOCs, um sich unbegrenzt, unbeaufsichtigt und nicht rechenschaftspflichtig bereichern zu können.

 

SAA hat mehr als 130 leitende Angestellte, die alle mit dem ANC verbandelt sind oder von diesem mit einem gut bezahlten Job belohnt wurden. Sie müssen keine Fähigkeiten haben, haben jedoch Anspruch auf einen fetten Gehaltsscheck am Ende eines jeden Monats.

 

Aber was eigentlich ein Ende haben sollte, verwandelten sie schnell und geschickt in eine neue Geldquelle, zu Lasten der Steuerzahler: Die „New South African Airlines“…. was für ein Witz …. aber hier wird gezeigt wie es geht:

 

Zunächst haben sich die Business Rescue Practitioners tief in das Netz von Korruption, Unterschlagung und Verstößen gegen Finanzierungsgesetze eingearbeitet. Was jedoch schnell hätte folgen müssen, sollte die Liquidation von SAA und die Einleitung von Gerichtsverfahren gegen die leitenden Angestellten sein. Südafrika baut dieser Tage jedoch nicht auf Recht und Ordnung, sondern auf die totalitären Prinzipien, die außerhalb jeder demokratischen Struktur stattfinden und durch die regierende, unheilige Dreifaltigkeit aus ANC, Gewerkschaften und der Kommunistischer Partei, geschützt werden. Über sechs Monate öffentlicher Streit zwischen den verschiedenen In Interessenvertretern hielten die SAA am Leben und ließen zu, dass weiter Gehälter gezahlt wurden und die Zukunft noch ungewiss blieb.

 

Danach fiel die Entscheidung zu Gunsten der Selbstbereicherungstroika und zu Gunsten der Auszahlung von Abfindungen an 2 700 Entlassene. Dafür werden nun 1 000 neue Mitarbeiter eingestellt…. Ist das sinnvoll? Sicherlich nicht, speziell nicht angesichts der Tatsache, dass die Entlassenen nicht die leitenden Angestellten sind!

 

Diese Entscheidung für die Umstrukturierung der SAA kommt selbstredend mit einem Preisschild, das von den Business Rescue Practitioners mit 10 Mrd. Rand beziffert wurde, aber innerhalb von 48 Stunden auf 26,7 Mrd. Rand gestiegen ist ……. Fast das Dreifache der fundierten Einschätzung der Experten und immerhin noch fast doppelt so viel, wie das, was Finanzminister Tito Mboweni budgetiert und kommuniziert hatte. Aber was kümmert die Polit-Schergen die anderen Ministerien und deren Budgets? Sie haben im Laufe der Jahre die Bedeutung der Positionen im Haushalt auf „zur Kenntnis genommen“ herabgestuft, aber im Wesentlichen zeigen sie den Menschen, wie man über die Verhältnisse lebt und damit davonkommt. Schockierend? Nicht wirklich, wenn man bedenkt, wie wenige Minister zum Abitur tatsächlich das Fach Mathematik bestanden haben ;-) ... und jetzt suchen Mboweni und Gordhan verzweifelt nach Geld!

 

Abschließend braucht die New SAA einen neuen CEO (Vorstandsvorsitzenden), aber wer qualifiziert sich für diese höchst verantwortliche Position? Beantworten wir zunächst die entgegengesetzte Frage: Wer wäre die am wenigsten qualifizierte Person für die Position als CEO? Wäre das nicht der vorherige Chief Commercial Officer, da diese offensichtlich inkompetente Person nicht in der Lage war die SAA wieder schwarze Zahlen schreiben zu lassen? Ist es nicht letztendlich auch dieser ehemalige Chief Commercial Officer, der für die Situation der SAA, für die anhaltenden Verluste und für die Notwendigkeit der Fluggesellschaft, Business Rescue zu beantragen, verantwortlich war? Die Antwort lautet: JA!! In Südafrika jedoch ohne die notwendige Konsequenz, denn der frühere Chief Commercial Officer der SAA, Philip Saunders, wurde nun zum amtierenden CEO der New SAA ernannt. Das ist kein Witz und zu spät für einen Aprilscherz und man sollte darüber nicht lachen, außer vielleicht über die Erklärung des Ministeriums für Public Enterprises, die ihn als "erfahrenen Airline-Manager mit einem starken kommerziellen Hintergrund" lobte, denn die „Erfahrung“ von Herrn Saunders - neben dem Vergrößern des Schuldenbergs der SAA - ist in der Tat überwältigend, wie seine Positionen bei so großen internationalen Fluggesellschaften wie Kuwait Airways, Air Malta und Caribbean Airlines zeigen. Warum darf dieser personifizierte kommerzielle Misserfolg von C-Level-Manager nun mit echten Flugzeugen und echten Leben spielen, anstatt mit den Spielsachen, an die er gewöhnt ist?

 

WEIL er die benötigte ANC-Marionette ist, die in Zukunft in der Lage ist, die Pipelines aller zukünftigen Finanzierungen der Fluggesellschaft direkt in die Taschen von Mantashe & Co zu leiten. Deswegen! Und NUR deswegen!

 

Die neue SAA… klingt großartig, ist aber nur ein weiteres episches Beispiel für die unerbittlichen und skrupellosen Rochaden dieser Regierung zu Gunsten ihrer Offiziere und zum Nachteil aller Bauern! Die ernüchternde Tatsache bleibt, dass es nur eine einzige steuerlich umsichtige und rechtlich vertretbare Antwort auf die Frage nach der Zukunft der SAA gibt und falls der ehrenwerte Minister mich wirklich fragen würde, wäre lautete die Antwort:

 

Vergessen Sie Ihren Stolz, liquidieren Sie die Fluggesellschaft, versilbern Sie alle Aktiva und setzen Sie den Erlös zu Gunsten von Gesundheit, Wohnen, Infrastruktur und Bildung in Südafrika ein!“

 

 

Ralph M Ertner, Into SA Group


 


 

 

 

 

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