HomeLifestyleJohannesburg schafft den Sprung unter die zehn besten Street-Food-Städte der Welt

Johannesburg schafft den Sprung unter die zehn besten Street-Food-Städte der Welt

Zwischen Township und Foodtruck hat sich Johannesburgs Straßenküche einen Namen gemacht. Im aktuellen Time-Out-Ranking 2026 liegt die Stadt weltweit auf Platz acht.

Achter Platz unter zwanzig Städten

JHM – Time Out hat seine jährliche Liste der zwanzig besten Street-Food-Städte der Welt für 2026 veröffentlicht. Grundlage ist eine internationale Umfrage unter Stadtbewohnern, in der Johannesburg 56 Prozent Zustimmung erreicht. Angeführt wird das Ranking von Ho-Chi-Minh-Stadt mit 63 Prozent, gefolgt von Kuala Lumpur mit 62 Prozent sowie Jakarta und Taipeh mit jeweils 59 Prozent. Johannesburg liegt gleichauf mit Bangkok bei 56 Prozent und knapp vor Mumbai mit 55 Prozent.

  1. Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam – 63 %
  2. Kuala Lumpur, Malaysia – 62 %
  3. Jakarta, Indonesien – 59 %
  4. Taipeh, Taiwan – 59 %
  5. Mexiko-Stadt, Mexiko – 58 %
  6. Manila, Philippinen – 58 %
  7. Hanoi, Vietnam – 57 %
  8. Johannesburg, Südafrika – 56 %
  9. Bangkok, Thailand – 56 %
  10. Mumbai, Indien – 55 %

Ein Kota für 14 Rand

Wie Time Out Johannesburg berichtet, zeigt sich die Qualität der Straßenküche besonders deutlich bei Amanda’s in Soweto. Dort kostet ein Kota, ein aufgeschnittenes Viertel Brot mit Pommes, Wurst, Sauce und Achar, umgerechnet nur 14 Rand, etwa 0,75 Euro. Die Autorin Nhlalala Mthembi beschreibt das Gericht als Beweis dafür, dass gute Küche keinen hohen Preis braucht. Gegenüber Time Out sagt sie, das Kota halte sich “mit der Leichtigkeit von jemandem, der das Handwerk im Schlaf beherrscht” zusammen.

Foodtrucks und indigene Küche

Auch abseits der Township-Garküchen hat Johannesburg einiges zu bieten. In Midrand betreiben TK und Pablo Tshiololi den Foodtruck The Hot Pot Kitchen, nachdem beide zuvor ihren Job verloren hatten. Auf der Karte stehen gegrillte Rinderdärme und Mopane-Würmer mit Tomaten und Zwiebeln sowie flammengegrillter Tilapia mit Pap. Der Time-Out-Kulturvermittler Nick Hamman ordnet den Ort gegenüber Time Out als einen der besten Orte für südafrikanische Küche mit indigenen Zutaten und Township-Geschmack ein.

Straßenküche als Kulturbotschafterin

Für Aisha Mohamed, Geschäftsführerin von Time Out Südafrika, geht es bei dem Ranking um mehr als Anerkennung. Gegenüber Time Out erklärt sie, dass Straßenküche oft mehr über eine Stadt verrate als das Essen selbst, weil sie Gemeinschaft und Herkunft sichtbar mache.

Der achte Platz bringt die Menschen hinter den Ständen und Foodtrucks ins internationale Rampenlicht, von den Kota-Verkäuferinnen in Soweto bis zu den Foodtruck-Betreibern in Midrand.

Quellen: Time Out South Africa, Ranking der 20 besten Street-Food-Städte der Welt 2026

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