HomeReisenFliegen in Südafrika wird wieder teurer

Fliegen in Südafrika wird wieder teurer

Der Konflikt im Nahen Osten flammt erneut auf und treibt die Ölpreise nach oben. FlySafair hat seinen Treibstoffzuschlag deshalb wieder erhöht, andere Airlines reagieren unterschiedlich.

Der Zuschlag ist zurück

JHM – FlySafair hat seinen temporären Treibstoffzuschlag erneut angehoben, nachdem sich die Lage im Nahen Osten wieder zugespitzt hat. Aktuell liegt der Aufschlag bei rund 310 Rand pro Ticket, umgerechnet etwa 16 Euro. Die Fluggesellschaft betont, der Betrag könne sich je nach Treibstoffpreis wöchentlich ändern. Ein festes Enddatum nennt FlySafair nicht, da sich die Entwicklung des Konflikts kaum vorhersehen lässt.

Ein Blick zurück auf ein turbulentes Jahr

Seit Ende Februar sorgt der Krieg zwischen dem Iran und den USA für Unruhe an den Ölmärkten. Die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Ölmenge verschifft wird, war zeitweise praktisch blockiert. Die Folge waren Rekordpreise für Diesel und Benzin in Südafrika. Im April kletterte der Preis für Brent Rohöl über 100 US Dollar je Barrel. FlySafair reagierte im März erstmals mit einem separat ausgewiesenen Zuschlag, der in der ersten Woche im Schnitt 176 Rand kostete, umgerechnet rund 9 Euro, und im April auf bis zu 830 Rand stieg, etwa 43 Euro. Nach einem Waffenstillstand im Juni sanken die Zuschläge deutlich, bevor die erneute Eskalation sie zuletzt wieder nach oben trieb.

Cemair und Lift gehen andere Wege

Nicht jede Airline setzt auf einen offen ausgewiesenen Zuschlag. Cemair, das rund 30 Flugzeuge vor allem ab OR Tambo in Johannesburg betreibt, verzichtet bislang darauf. Stattdessen wurden günstige Tarifklassen reduziert oder ganz gestrichen. Geschäftsführer Miles van der Molen sagte gegenüber BusinessTech, Kunden müssten damit rechnen, dass sich Ticketpreise und praktisch alle anderen Kosten an die Energiepreise anpassen, zumal auch der schwache Rand die Wirkung des Ölpreises verstärke.

Auch Lift verzichtet vorerst auf einen separaten Zuschlag, warnt aber vor den Grenzen dieser Zurückhaltung. Handelschef Cilliers Jordaan erklärte gegenüber BusinessTech, die jüngste Preisrunde habe die Kosten für Jet A1 Treibstoff sprunghaft steigen lassen und damit die leichte Entspannung von Anfang Juli wieder zunichte gemacht. Fluggesellschaften würden Kostensteigerungen normalerweise schrittweise in die Ticketpreise einarbeiten, um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten. Viele Airlines hätten sich zudem von früheren Preisschüben noch gar nicht erholt.

Was das für deine Reiseplanung bedeutet

Wenn du in den kommenden Wochen innerhalb Südafrikas oder in die Region fliegen willst, lohnt sich bei der Buchung ein Blick auf den ausgewiesenen Treibstoffzuschlag, vor allem bei FlySafair. Wer schon vor der Einführung eines Zuschlags gebucht hat, zahlt laut Airline nichts nach. Wird ein Ticket jedoch umgebucht, kann der aktuelle Zuschlag hinzukommen. Wie sich die Preise weiterentwickeln, hängt vor allem davon ab, wie sich die Lage rund um die Straße von Hormus in den kommenden Wochen entwickelt.

Quellen: BusinessTech, Moneyweb, News24

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