Der Western Cape kämpft weiter mit den Folgen schwerer Unwetter. Infrastruktur, Stromversorgung und Gemeinden sind stark betroffen, die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren.
Offiziell als Katastrophe eingestuft
JHM – Die jüngsten Unwetterereignisse wurden offiziell als Katastrophen klassifiziert. Das unterstreicht den Ernst der Lage: Hunderte von Strassen wurden beschädigt, Strom fiel in weiten Teilen der Provinz aus, und zahlreiche Gemeinden sind noch immer auf Hilfe angewiesen.
Premierminister Alan Winde wandte sich mit deutlichen Worten an die Bevölkerung. Gegenüber SAnews erklärte er: “Es war eine ausserordentlich schwierige Zeit, und wir entschuldigen uns bei den Bewohnern für jegliche Unannehmlichkeiten. Die Mitarbeiter haben unter extrem schwierigen Bedingungen unermüdlich gearbeitet.”
Strom: Acht von zehn Haushalten wieder versorgt
Eskom hat nach Angaben der Provinzregierung inzwischen rund 80 Prozent der betroffenen Kundinnen und Kunden wieder ans Netz gebracht. Die restlichen 20 Prozent warten noch, und das aus mehreren Gründen: schwer zugängliches Gelände, Vandalismus und Kabeldiebstahl verzögern die Arbeiten erheblich.
Die Provinzregierung verurteilte diese Taten scharf. Wer Leitungen stiehlt oder Masten beschädigt, verlängert den Ausfall für seine eigene Nachbarschaft.
Im Cape Winelands District laufen Reparaturen an der Hauptleitung zwischen Boskloof und Romansrivier. Techniker sind ausserdem in Chavonnes, Hexrivier, Rawsonville und Witzenberg im Einsatz. Im Cederberg-Gebiet werden in Citrusdal beschädigte Masten und Leitungen ersetzt. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, sollen auch Algeria und Lutzville folgen.
In der Garden Route bleiben Gebiete wie Blanco Farms und Harkerville vorerst ohne Strom. Im Overberg-Distrikt laufen Wiederherstellungsarbeiten in Elgin, Papiesvlei und Stanford.
Strassen: Mehr als die Hälfte wieder passierbar
Rund 400 Strassen wurden durch die Stürme beschädigt. Mehr als 60 Prozent davon sind laut Provinzangaben bereits repariert und wieder freigegeben. Die verbleibenden Abschnitte befinden sich in der Bearbeitung, wobei schwer zugängliche Gebirgslagen die Arbeit verlangsamen.
Hilfe für betroffene Familien
Parallel zur Infrastruktur läuft die humanitäre Versorgung. Von der Western Cape Department of Social Development finanzierte Nichtregierungsorganisationen verteilen warme Mahlzeiten, Decken, Matratzen, Wasser, Babypakete und Kleidung an betroffene Familien.
Premier Winde besuchte am Freitag die Mustadafin Foundation in Kapstadt, wo Freiwillige seit Tagen im Einsatz sind. Gegenüber SAnews sagte er: “Die Arbeit dieser und anderer Stiftungen ist beeindruckend. Danke für diese Selbstlosigkeit.”
Ausserdem stattete er dem freiwilligen Unterstützungszentrum des National Sea Rescue Institute einen Besuch ab. Gegenüber SAnews würdigte er die Einsatzkräfte: “Diese Frauen und Männer riskieren ihre eigene Sicherheit, um anderen zu helfen. Sie sind ausserordentlich.”
Koordination läuft weiter
Das Provincial Disaster Management Centre koordiniert alle laufenden Massnahmen zur Katastrophenbewältigung. Wann die vollständige Normalität in allen betroffenen Gebieten wiederhergestellt sein wird, ist noch nicht absehbar.
Quellen: SAnews.gov.za (Western Cape Government), Pressemitteilungen des Büros von Premier Alan Winde, Western Cape Provincial Disaster Management Centre


























































































































