Beim renommiertesten Blumenfest der Welt hat Südafrika erneut abgeräumt. Leon Kluge und sein Team holten in London sowohl Gold als auch den Titel “Best Exhibit in the Great Pavilion”.
Feuer als Thema, Gold als Lohn
JHM – Die Ausstellung trägt den Namen “Life After Fire” und erzählt eine Geschichte, die in der Kapregion beginnt: Wenn Buschbrände über die Landschaft ziehen, zerstören sie nicht nur, sie eröffnen auch neuen Lebensraum. Genau diese Dualität aus Verlust und Erneuerung hat Gartendesigner Leon Kluge in eine begehbare Kunstinstallation übersetzt. Am Dienstag, den 19. Mai 2026, verkündeten die Richter des RHS Chelsea Flower Show in London das Ergebnis: Goldmedaille und bestes Exponat im Great Pavilion.
Kluge, der zusammen mit dem Künstler-Gärtner Tristan Woudberg das kreative Herzstück des Teams bildet, zeigte sich auf Instagram überwältigt: “Ich könnte nicht stolzer auf mein Team sein.”
20.000 Proteástengel aus dem Brandgebiet
Das Display ist keine gewöhnliche Blumenschau. Rund 20.000 Protea-Schnittblumen bilden das Grundgerüst der Inszenierung, ergänzt durch verkohlte Äste und Zweige von Farmen, die im Dezember vergangenen Jahres tatsächlich in Flammen aufgegangen waren. Inmitten dieser Brandlandschaft wachsen blühende Zwiebelpflanzen, und ein kleines natürliches Rinnsal, ein sogenanntes “Fonteintjie”, plätschert durch den Aufbau. An seinen Ufern gedeihen Disa-Orchideen.
Cape Flora SA, eine gemeinnützige Organisation, die seit 2005 für die nachhaltige Ernte und Vermarktung von Fynbos-Schnittblumen auf internationalen Märkten eintritt, war ebenfalls an der Ausstellung beteiligt.
Dreimal in Folge ganz oben
Es ist nicht das erste Mal, dass Südafrika in Chelsea triumphiert. Bereits 2025 hatte das Team Gold geholt, als es die einzigartige Flora zwischen Atlantik und Indischem Ozean zelebrierte. Mit dem diesjährigen Sieg bringt Südafrika seine Gesamtbilanz auf 40 Goldmedaillen bei dieser Veranstaltung.
Die Sponsoren des diesjährigen Projekts sind die Rupert Nature Foundation, das Weingut Hazendal, die Grootbos Foundation sowie Southern Sun Hotels.
Kapstadt und Stanford können sich freuen
Die Ausstellung bleibt nicht in London. Der gesamte Aufbau soll später in Stanford im Westkap für die südafrikanische Öffentlichkeit neu errichtet werden. Laut Berichten lokaler Medien liegt Kluge besonders am Herzen, dass die Farmer, die Arbeiter und ihre Kinder die Blumen sehen können, die Südafrika auf der Weltbühne vertreten haben.
Die Einnahmen aus dem Replica-Event fließen vollständig an die Grootbos Foundation, die Fynbos-Schutzprogramme und Jugendentwicklungsprojekte in der Region rund um das Grootbos Private Nature Reserve betreibt.
Quellen: News24, The Newspaper, Good Things Guy, Grootbos Private Nature Reserve, Bolander Lifestyle, Woman & Home Magazine




















































































































