Berlin setzt ein klares Signal: Die Zusammenarbeit mit Südafrika soll strategisch aufgewertet werden, mit konkreten Verpflichtungen in Energie, Rohstoffen und Handel.
Berlin als Kulisse für ein neues Kapitel
JHM – Beim Treffen der Deutsch-Südafrikanischen Binationalen Kommission in Berlin haben Bundesaußenminister Johann Wadephul und sein Amtskollege Ronald Lamola einen gemeinsamen Aktionsplan unterzeichnet. Das Dokument soll die Beziehungen beider Länder auf das Niveau einer Strategischen Partnerschaft heben.
Wadephul betonte dabei, dass kein anderes afrikanisches Land so eng mit Deutschland zusammenarbeite wie Südafrika. Der Aktionsplan sei der Versuch, diese Zusammenarbeit “systematisch und kontinuierlich” weiterzuentwickeln.
Was der Aktionsplan konkret vorsieht
Der Plan umfasst 15 Bereiche. Im Mittelpunkt stehen kritische Rohstoffe, der Abbau von Handelshemmnissen sowie Investitionsförderung. Deutschland verpflichtet sich außerdem zu klimabezogenen zinsverbilligten Krediten in Höhe von 200 Millionen Euro, die Südafrika beim Umbau seines Energiesystems unterstützen sollen.
Darüber hinaus sind Kooperationen bei grünem Wasserstoff und der Impfstoffproduktion vorgesehen. Auch Wissenschaft, Technologie, Kunst, Bildung und soziale Themen wie Jugendbeschäftigung finden im Aktionsplan Berücksichtigung.
30 Jahre Binationale Kommission
Das Treffen fiel mit dem 30. Jahrestag der Binationalen Kommission zusammen, die 1996 von Nelson Mandela und Helmut Kohl ins Leben gerufen wurde. Lamola rief in Erinnerung, was der Gedanke dahinter war: zwei Länder mit sehr unterschiedlichen Geschichten sollten eine Partnerschaft aufbauen, die mehr ist als diplomatische Geste. “Heute hat sich dieser Glaube mehr als bewahrheitet”, sagte er.
Quellen: dpa, Auswärtiges Amt, gemeinsame Pressemitteilung Wadephul/Lamola, April 2026


























































































































