Innerhalb von zwei Tagen ereigneten sich drei Notfälle am beliebten Wanderweg. Ein deutscher Tourist starb nach einem Sturz vom Gipfel.
JHM – Die Wilderness Search and Rescue (WSAR) schlägt Alarm: Der Lion’s Head entwickelt sich zum Gefahrenhotspot für Wanderer. Allein letzte Woche mussten die Retter dreimal ausrücken, ein Vorfall endete tödlich.
Deutscher Tourist stirbt beim Abstieg
Am Donnerstag stürzte ein deutscher Wanderer beim Abstieg vom Gipfel. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen konnten die Einsatzkräfte nur noch seinen Tod feststellen. Ein Hubschrauber flog den Verstorbenen zu einer nahe gelegenen Landezone, wo ihn die südafrikanische Polizei übernahm. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.
Zwei weitere Rettungseinsätze am Freitag
Nur einen Tag später kollabierte eine 65-jährige britische Touristin nahe dem Gipfel. Sie klagte über plötzliche Kopfschmerzen und Schwindelgefühle. Nach einer Erstversorgung durch Sanitäter brachte sie der Rettungshubschrauber des Western Cape Government Health and Wellness zur weiteren Behandlung ins Tal.
Am selben Nachmittag stießen die Retter beim Abstieg auf eine 15-Jährige mit starker Übelkeit. Die Teenager-Wanderin und ihre Eltern erhielten Hilfe beim sicheren Rückweg.
Gefährliche Engstelle am Gipfel
Die Bergrettung warnt eindringlich vor dem letzten Wegabschnitt zum Gipfel. Der Pfad wird dort extrem schmal, direkt daneben lauern steile Abhänge. Wenn der Weg überfüllt ist und Wanderer in beide Richtungen aneinander vorbeimüssen, steigt das Unfallrisiko dramatisch.
Besonders zur Hauptsaison zwischen Weihnachten und Neujahr wird es kritisch. Die Kombination aus schmalen Wegen, losem Geröll, Hitze und Erschöpfung kann schnell gefährlich werden.
Sicherheitsregeln für Wanderer
Die Retter appellieren an alle Bergfreunde:
Hab Geduld mit anderen Wanderern und lass ihnen Platz zum sicheren Passieren. Bleib auf den markierten Wegen und nimm keine Abkürzungen. Pack mehr Wasser ein als du brauchst, gerade bei warmen Temperaturen. Trag passende Kleidung und überfordere dich nicht.
Dreh um, wenn du erschöpft bist oder dich unwohl fühlst. Starte früh morgens und meide die heißesten Stunden des Tages.
Falls du oder jemand aus deiner Gruppe Hilfe braucht, ruf sofort an. Je früher die Rettung kommt, desto schneller kann geholfen werden.
Notrufnummer: 021 937 0300
Die Wilderness Search and Rescue ist ein Netzwerk aus Regierungsbehörden und freiwilligen Organisationen, die gemeinsam Such- und Rettungseinsätze durchführen. Die Organisation finanziert sich über Spenden und ist auf Unterstützung angewiesen.


























































































































