Ein schwerer Busunfall auf der N1-Autobahn in der bergigen Limpopo-Provinz hat am Sonntagabend mindestens 42 Menschen das Leben gekostet.
JHM – Der Bus kam gegen 18 Uhr auf einem steilen Bergpass nahe der Stadt Makhado (ehemals Louis Trichardt) von der Straße ab, stürzte eine Böschung hinunter und blieb auf dem Dach liegen. Die Unfallstelle liegt rund 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Pretoria, in der Nähe der Ingwe Lodge.
Unter den Opfern sind sieben Kinder
Die Bilanz ist erschütternd: 18 erwachsene Frauen, 17 erwachsene Männer und sieben Kinder starben bei dem Unglück. Weitere 49 Passagiere wurden verletzt, einige davon schwer. Mehr als 30 Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Rettungsarbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden an.
Bei den Opfern handelt es sich um Staatsbürger aus Simbabwe und Malawi, die von Gqeberha (Port Elizabeth) aus auf dem Heimweg in ihre Länder waren. Für viele von ihnen war es die Rückreise nach einem Arbeitsaufenthalt in Südafrika.
Limpopo-Premierministerin besucht Unfallort
Die Premierministerin der Provinz Limpopo, Phophi Ramathuba, besuchte noch am Montag die Unfallstelle. Die N1, eine der Hauptverkehrsadern Südafrikas, musste stundenlang in beiden Richtungen gesperrt werden. Mittlerweile ist die Strecke wieder befahrbar.
Südafrikas gefährliche Straßen
Das Unglück reiht sich ein in eine lange Liste schwerer Busunfälle in Südafrika. Erst im März dieses Jahres starben 16 Menschen bei einem ähnlichen Vorfall. Im Jahr 2024 kam es auf der Strecke Mmamatlakala zu einem verheerenden Unfall, bei dem 45 Menschen ums Leben kamen. Ein achtjähriges Mädchen überlebte damals als Einzige.
Die Bergpässe im Norden des Landes gelten als besonders gefährlich. Oft sind es überhöhte Geschwindigkeit, technische Mängel oder übermüdete Fahrer, die zu solchen Katastrophen führen. Besonders Nachtfahrten bergen ein hohes Risiko.
Was bedeutet das für Reisende?
Wer in Südafrika unterwegs ist, sollte Fernbusse kritisch prüfen. Nicht alle Anbieter erfüllen die Sicherheitsstandards. Achte auf den Zustand der Fahrzeuge, meide wenn möglich Nachtfahrten auf Bergstrecken und informiere dich über die Reputation des Busunternehmens.
Die N1-Route zwischen Johannesburg und der simbabwischen Grenze ist zwar eine wichtige Verbindung, aber gerade in den bergigen Abschnitten ist erhöhte Vorsicht geboten. Lokale Experten empfehlen, bei langen Fahrten mehrere kürzere Etappen einzuplanen und auf ausreichende Pausen der Fahrer zu achten.
Das südafrikanische Verkehrsministerium hat eine Untersuchung eingeleitet. Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Experten vermuten jedoch, dass der Fahrer in der steilen Bergabfahrt die Kontrolle über das Fahrzeug verlor.


























































































































