Verkehrspolizei stoppt Hunderte unsichere Fahrzeuge auf wichtigen Fernstraßen während religiöser Pilgerfahrt.
Alkohol am Steuer wird zur Gefahr für Pilger
JHM – Die südafrikanische Verkehrspolizei hat am Wochenende mehr als 50 Autofahrer verhaftet, die betrunken am Steuer saßen. Die Kontrollen fanden auf den stark befahrenen Strecken N1, N11 und R101 rund um Polokwane statt.
Der Zeitpunkt war kein Zufall: Tausende Menschen waren unterwegs zu religiösen Pilgerfahrten in Limpopo und zu einem Kulturfestival im Freistaat. Gerade während solcher Großereignisse steigt das Unfallrisiko dramatisch an.
Hunderte Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen
Die Bilanz der Razzia ist erschreckend. Insgesamt 237 Fahrzeuge mussten wegen erheblicher Sicherheitsmängel stillgelegt werden. Die Polizei entdeckte defekte Bremsen, kaputte Lichter und andere lebensgefährliche Mängel.
Besonders problematisch: 163 Minibusse waren völlig ohne Betriebserlaubnis unterwegs. Diese illegal operierenden Fahrzeuge transportieren oft Dutzende von Passagieren zu den Pilgerfahrten – ein enormes Sicherheitsrisiko.
Korruption bei Verkehrskontrollen
Fünf Autofahrer versuchten, sich mit Bestechungsgeld aus der Affäre zu ziehen. Sie landeten ebenfalls in Handschellen. Drei weitere Fahrer wurden wegen rücksichtsloser und fahrlässiger Fahrweise festgenommen.
In Gauteng erwischte die Polizei zusätzlich 384 Minibusfahrer, die ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs waren. Diese Zahlen zeigen das Ausmaß der Gesetzlosigkeit auf südafrikanischen Straßen.
Gefährliche Reisezeit für Pilger
Die jährliche Pilgerfahrt zur Zion Christian Church nach Moria in Limpopo lockt Millionen Gläubige an. Die N1 Nord wird dann zur Hauptschlagader für den religiösen Tourismus. Gleichzeitig steigt die Unfallgefahr erheblich.
Die Road Traffic Management Corporation (RTMC) verstärkt deshalb regelmäßig die Kontrollen während solcher Großereignisse. Trotzdem passieren jedes Jahr schwere Unfälle mit Pilgerbussen.
Was bedeutet das für Reisende?
Wer während der Pilgerzeit auf südafrikanischen Straßen unterwegs ist, sollte besonders vorsichtig fahren. Die Polizei kontrolliert verstärkt – auch Touristen und Expats können betroffen sein.
Wichtig: Alkohol am Steuer wird in Südafrika streng bestraft. Die Promillegrenze liegt bei 0,05 Prozent. Bestechungsversuche machen alles nur noch schlimmer und führen zu zusätzlichen Strafanzeigen.
Die aktuellen Zahlen zeigen einmal mehr, wie gefährlich die Straßen in Südafrika sein können. Gerade für deutsche Urlauber und Expats ist erhöhte Vorsicht geboten.


























































































































