Umweltminister lobt Einsatz gegen Wilderei im Eastern Cape – Beschlagnahmte Meeresschnecken im Wert von rund 10.000 Euro
JHM – In den frühen Morgenstunden des Mittwochs in der letzten Woche gelang südafrikanischen Behörden ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen die illegale Abalone-Wilderei. Bei einer koordinierten Operation an der Küste des Eastern Cape wurden drei Männer festgenommen, die fast 700 der begehrten Meeresschnecken aus dem Meer geholt hatten.
Nachtaktion nach Geheimtipp
Die gemeinsame Operation der Gonubie-Polizei, der Hundestaffel East London und der “Green Scorpions” – einer Spezialeinheit für Umweltdelikte – wurde nach einem Hinweis auf illegale Tauchaktivitäten an der German Bay Beach eingeleitet. Wie Polizeisprecherin Captain Hazel Mqala mitteilte, beobachteten die Einsatzkräfte das Gebiet seit Dienstagabend 22 Uhr.
Gegen 3:30 Uhr morgens entdeckten sie vier Männer, die mit Säcken beladen aus dem Meer kamen. “Als die Verdächtigen die Polizeipräsenz bemerkten, ließen sie die Säcke fallen und versuchten, ins Meer zurückzufliehen”, berichtete Mqala. Drei der Täter im Alter von 27, 28 und 32 Jahren konnten festgenommen werden, während einem die Flucht gelang.
In den zurückgelassenen Säcken fanden die Beamten 693 Abalone mit einem geschätzten Straßenwert von 200.000 Rand (etwa 10.200 Euro).
Teil eines größeren Problems
Umweltminister Dr. Dion George lobte die Einsatzkräfte für ihre Wachsamkeit und erfolgreiche Zusammenarbeit. “Diese Operation zeigt eindrucksvoll, wie effektiv gemeinsame Anstrengungen verschiedener Behörden bei der Bekämpfung des illegalen Fangs und Handels mit unseren Meeresressourcen sein können”, erklärte George.
Die Wilderei auf Abalone hat in Südafrika dramatische Ausmaße angenommen. Seit 2000 wurden schätzungsweise 96 Millionen der auch als “Seeohren” bekannten Meeresschnecken illegal gefischt – jährlich werden über 2.000 Tonnen gewildert, das Zwanzigfache der legalen Fangmenge.
Organisierte Kriminalität und internationale Netzwerke
Die Abalone-Wilderei wird zunehmend von organisierten, oft gewaltbereiten Banden betrieben, die in internationalen Netzwerken agieren. Die Ware wird überwiegend nach Ostasien exportiert, wo sie als Delikatesse gilt und hohe Preise erzielt.
“Die Abalone-Wilderei stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Nachhaltigkeit unserer marinen Ökosysteme dar und untergräbt die Existenzgrundlage von Gemeinschaften, die auf diese Ressourcen angewiesen sind”, betonte Minister George. “Die Festnahme dieser Verdächtigen sendet eine klare Botschaft, dass solche illegalen Aktivitäten nicht toleriert werden und die Verantwortlichen mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen müssen.”
Behörden verstärken Maßnahmen
Die südafrikanischen Behörden haben in den letzten Jahren ihre Bemühungen verstärkt, um die Abalone-Wilderei einzudämmen. Dazu gehören spezialisierte Einheiten innerhalb der Fischereibehörde, verstärkte Kontrollen und Patrouillen, reduzierte Fangquoten und Maßnahmen gegen Korruption in den eigenen Reihen.
Trotz dieser Anstrengungen bleibt die Wilderei weit verbreitet. Die hohe Profitabilität – Abalone wird teilweise sogar gegen Drogen wie Crystal Meth getauscht – und die prekäre wirtschaftliche Lage vieler Küstengemeinden treiben die illegale Fischerei weiter an.
Der Minister rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf: “Ich fordere die Gemeinden auf, weiterhin mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten und Informationen bereitzustellen, die bei der Eindämmung dieser illegalen Aktivitäten helfen können. Gemeinsam können wir unsere Umwelt für künftige Generationen schützen.”


























































































































