Ein folgenschwerer Zusammenstoß zwischen einem Rovos Rail Luxuszug und einem Güterzug erschütterte heute Morgen die Region Hantinya nahe Gwanda in Simbabwe. Rettungskräfte kämpften stundenlang um die Bergung der Opfer.
JHM – Bei einem schweren Eisenbahnunfall in der Nähe von Gwanda, Simbabwe, kollidierten heute Morgen ein Luxusreisezug der südafrikanischen Gesellschaft Rovos Rail und ein Güterzug der Beitbridge Bulawayo Railway (BBR). Der Unfall ereignete sich im Gebiet Hantinya, kurz nachdem der Luxuszug mit 47 internationalen Touristen an Bord die Grenze von Südafrika nach Simbabwe überquert hatte.
Ersten Berichten zufolge wurden bei dem Zusammenstoß mehrere Personen verletzt, vorwiegend Besatzungsmitglieder beider Züge. Die Feuerwehr von Gwanda leitete umgehend die Rettungsmaßnahmen ein, um eingeschlossene Personen aus den Trümmern zu befreien. Alle Verletzten wurden ins Provinzkrankenhaus von Gwanda transportiert, wobei über ihren aktuellen Zustand bislang keine näheren Informationen vorliegen.

Bilder von der Unfallstelle zeigen das Ausmaß der Zerstörung: umgekippte Waggons, verbogene Metallteile und verstreute Trümmer entlang der Gleise. In einer dramatischen Szene sind Feuerwehrleute und freiwillige Helfer zu sehen, die eine verletzte Person auf einer Trage aus den Wrackteilen bergen. Rettungskräfte in Schutzausrüstung arbeiteten auf den umgestürzten Zugwaggons, um Trümmer zu beseitigen und den Verletzten zu helfen.
Der betroffene Rovos Rail Zug befand sich auf seiner legendären Route von Pretoria zu den Victoria-Fällen – eine malerische Strecke von etwa 1.600 Kilometern durch das südliche Afrika. Diese Luxusreise umfasst normalerweise Stopps im Hwange-Nationalpark und in Bulawayo, bevor die berühmten Victoria-Fälle erreicht werden. Der Zug ist bekannt für seine erstklassigen Unterkünfte und seinen gehobenen Service, mit Platz für bis zu 72 Passagiere in verschiedenen Suiteklassen – von Pullman bis zu königlichen Suiten – jeweils mit eigenen Annehmlichkeiten.
Die Ursache des Zusammenstoßes wird derzeit untersucht. Das Unglück hat erhebliche Störungen im regionalen Bahnverkehr verursacht und wirft Fragen zur Sicherheit auf der betroffenen Strecke auf. Lokale Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen, während die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle fortgesetzt werden.
Rovos Rail gilt als einer der luxuriösesten Zugbetreiber Afrikas und wirbt mit einer “Reise zurück in die goldene Ära des Bahnreisens.” Das Unternehmen hat sich bisher nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert, doch wird erwartet, dass in den kommenden Stunden eine Stellungnahme erfolgt.
Update zum Zugunglück in Simbabwe:
Nach neuesten Informationen der Rovos Rail Sprecherin Liezl Maclean (am 19. April) wurden bei dem Zusammenstoß vier Besatzungsmitglieder des Luxuszuges verletzt. Bezüglich der Passagiere erklärte sie gegenüber AFP: “Bei den Gästen sind uns keine Verletzungen bekannt”, obwohl einige zur Beobachtung unter ärztlicher Aufsicht stehen.
Ein anonymer Mitarbeiter der Bahngesellschaft berichtet jedoch von insgesamt 18 Verletzten: 14 wurden demnach ins Provinzkrankenhaus Gwanda eingeliefert, vier weitere ins Mater Dei Krankenhaus in Bulawayo. Es bleibt unklar, ob diese Zahl auch Passagiere oder Personal des Güterzugs einschließt.
Der Luxuszug befand sich auf einer beliebten drei- bis viertägigen Osterreise von Pretoria über Bulawayo zu den Victoria-Fällen – eine 1.400 Kilometer lange Strecke, die besonders zu Feiertagen bei internationalen Touristen gefragt ist. Die Untersuchungen zur Unfallursache dauern an.
Update zum Rovos Rail Zugunglück
Laut einer aktuellen Stellungnahme von Rovos Rail CEO Rohan Vos am 20. April werden die beiden beschädigten Lokomotiven und vier Waggons, die beim Frontalzusammenstoß nahe Gwanda verunglückt sind, noch vor Ende April zum Rovos-Hauptsitz nach Südafrika zurückgeführt.
Vos bestätigte, dass bei dem Unfall am Donnerstag auf der Beitbridge Bulawayo Bahnlinie keiner der 47 Passagiere verletzt wurde. Vier Besatzungsmitglieder werden derzeit medizinisch versorgt und sollen voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen genesen.
Der CEO betonte, dass Rovos Rail in seinen 36 Betriebsjahren seit 20 Jahren regelmäßig auf dieser Strecke verkehrt und bislang keine schwerwiegenden Zwischenfälle zu verzeichnen hatte. “Wir bedauern diesen Vorfall zutiefst, aber die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und Mitarbeiter haben für uns oberste Priorität”, erklärte Vos.


























































































































