In der Morgendämmerung des 24. Januar 2025 schrieb Kay-Lee Mouton Geschichte: Als jüngste Schwimmerin überquerte sie die 33 Kilometer lange Strecke der False Bay in Südafrika.
JHM – Die 15-jährige Schülerin aus Moorreesburg bewältigte die anspruchsvolle Strecke von Miller’s Point nach Rooi Els in beeindruckenden neun Stunden und 28 Minuten. Was als Spendenaktion für ein Seevogel-Rehabilitationszentrum begann, entwickelte sich zu einer bemerkenswerten sportlichen Leistung, die internationale Anerkennung verdient.
Der Weg zum Rekord war alles andere als einfach. Mouton musste nicht nur körperliche Herausforderungen meistern, sondern auch mentale Hürden überwinden. “Nach einer gescheiterten Qualifikation aufgrund von Unterkühlung hatte ich zunächst Angst vor kaltem Wasser”, gesteht die Jugendliche. Doch statt aufzugeben, stellte sie sich ihren Ängsten. Sie wechselte von einem Neoprenanzug zu einem hauchdünnen “Skins”-Schwimmanzug und absolvierte ein intensives Trainingsprogramm.
Die Vorbereitung war rigoros: 55 Kilometer Schwimmtraining pro Woche im Becken waren nötig, um die erforderliche Fitness zu erreichen. Ein erster Versuch der False-Bay-Überquerung am 8. Januar scheiterte nach vier Stunden aufgrund zahlreicher Quallenstiche. Doch auch dieser Rückschlag konnte Mouton nicht von ihrem Ziel abbringen.
Während der erfolgreichen Überquerung durfte die Schwimmerin alle 30 Minuten Energiegetränke zu sich nehmen, jedoch ohne dabei das Begleitboot zu berühren. Die nächtliche Startzeit um 03:45 Uhr und Begegnungen mit Delfinen und Robben machten die Überquerung zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Bemerkenswert ist auch Moutons soziales Engagement: Bereits im Dezember 2023 sammelte sie mit einem 7,4-Kilometer-Schwimmen von Robben Island nach Blouberg 21.000 Rand (etwa 1.020 Euro) für das Seabird and Penguin Rehabilitation Centre (SAPREC) in Mossel Bay. Diese Verbindung entstand durch ihre Mutter Chantell, die früher als Freiwillige für das Zentrum tätig war.
“Jeder Schwimmzug fühlte sich wie ein Zeugnis meines Glaubens an”, resümiert Mouton ihre Leistung. Auf die Frage, ob sie damit den Glauben an ihre Fähigkeiten meine, antwortet sie klar: “Den Glauben an Gott.”


























































































































