Die staatliche Energieversorgung Südafrikas zeigt überraschend positive Signale für 2025. Trotz kürzlicher Rückschläge deuten neue Prognosen auf eine deutliche Verbesserung der chronischen Stromengpässe hin.
JHM – Der südafrikanische Energieriese Eskom präsentiert erstmals seit Jahren hoffnungsvolle Zahlen: Die Prognosen für Stromabschaltungen wurden drastisch nach unten korrigiert. Während zu Jahresbeginn noch für 34 Wochen schwerwiegende Versorgungsengpässe erwartet wurden, rechnet man nun nur noch in 13 Wochen mit kritischen Situationen.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im “geplanten Risikoszenario”: Statt wie bisher nur 15 Wochen ohne Versorgungsengpässe werden nun 36 Wochen störungsfreier Betrieb prognostiziert. Diese Verbesserung basiert auf zwei wesentlichen Faktoren: Zum einen wurde der erwartete Stromverbrauch nach unten korrigiert, zum anderen plant Eskom eine effizientere Wartungsstrategie während der Wintermonate.
Der Vorstandsvorsitzende Mteto Nyati geht sogar noch weiter: Er verspricht das Ende der gefürchteten “Load-shedding”-Phasen bis Ende März 2025. Zentral für diese optimistische Prognose sind zwei Großprojekte: Die Inbetriebnahme von Kusile Unit 6 Ende Februar sowie die Wiederaufnahme des Betriebs von Medupi Unit 4 im kommenden Monat.
Dennoch mahnen Energieexperten zur Vorsicht. Ein möglicher wirtschaftlicher Aufschwung könnte die Stromnachfrage erheblich steigern und das fragile System erneut unter Druck setzen. Nachhaltige Verbesserungen seien nur durch den Ausbau neuer, zuverlässiger Erzeugungskapazitäten zu erreichen.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen sich auch in konkreten Zahlen: Für die Spitzenlastwoche im Mai 2025 wurde die Prognose von ursprünglich 33.033 MW auf 31.312 MW nach unten korrigiert. Gleichzeitig reduziert Eskom die geplanten Wartungsarbeiten in diesem Zeitraum von 3.362 MW auf 2.397 MW, was etwa 1.000 MW zusätzliche Kapazität bedeutet.
Trotz dieser positiven Signale bleibt die Situation fragil: Erst letzte Woche musste kurzfristig “Stage 3 Load-shedding” ausgerufen werden, nachdem zwei als zuverlässig geltende Kraftwerke gleichzeitig Ausfälle verzeichneten.


























































































































