Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa nutzt die UN-Generalversammlung als Bühne, um für die neue Regierung der nationalen Einheit zu werben. Er verspricht eine “Ära großer Hoffnung” für das Land.
JHM – “Südafrika befindet sich in einer neuen Ära; einer Ära großer Verheißung”, verkündete Präsident Cyril Ramaphosa am Dienstag vor der UN-Vollversammlung in New York. In seiner Rede präsentierte er die vor vier Monaten gebildete Regierung der nationalen Einheit (GNU) als Südafrikas “zweites Wunder” nach dem Ende der Apartheid.
Die GNU, an der zehn Parteien beteiligt sind, entstand nach den Wahlen im Mai, bei denen Ramaphosas ANC die absolute Mehrheit verfehlte. Der Präsident betonte die historische Bedeutung dieser Entwicklung: “Vor 30 Jahren wurde Südafrika als neue Nation geboren – gleichberechtigt, vereint und frei von der Apartheid.”
Ramaphosa nutzt seinen Aufenthalt in den USA auch für eine diplomatische Offensive. Begleitet von fünf Ministern, darunter Vertreter anderer Parteien, wirbt er um ausländische Investitionen. “Die Botschaft, die wir in die Welt senden, ist, dass Südafrikas Entwicklung als Vorbild dienen kann”, erklärte er bei einem Treffen an der New Yorker Börse.
Die Bildung der GNU scheint bereits Früchte zu tragen. Laut Medienberichten hat sie eine Welle von Investitionen und positiver Stimmung ausgelöst. Ramaphosa traf sich in New York auch mit Tesla-Gründer Elon Musk, um Investitionsmöglichkeiten zu erörtern.
In seiner UN-Rede sprach Ramaphosa auch globale Herausforderungen an. Er kritisierte Industrieländer für die Nichteinhaltung ihrer Klimaverpflichtungen und forderte ein Ende des Leids der Palästinenser. “Wir Südafrikaner wissen, wie Apartheid aussieht. Wir werden nicht schweigen, wenn sie anderen angetan wird”, betonte er.
Trotz der optimistischen Töne bleiben Herausforderungen. Die GNU muss sich noch in der Praxis bewähren. Zudem steht die Erneuerung von Südafrikas Teilnahme am US-Handelsabkommen AGOA zur Debatte. Doch Ramaphosa zeigt sich zuversichtlich: “Südafrika ist in Bewegung. Die GNU ist genau das, was wir brauchten.”


























































































































