Saturday, April 20, 2024
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SAA-Deal-Folgen: Eine peinliche Angelegenheit

Die Regierung hat den Verkauf von South African Airways (SAA) beendet – ein peinliches Beispiel dafür, wie man bei der Umstrukturierung eines Staatsvermögens vorgehen sollte.

JHM – Der kürzliche Rückzug der Regierung vom Verkauf von South African Airways (SAA) markiert eine beispiellose Niederlage in ihren Bemühungen, das angeschlagene Staatsunternehmen zu restrukturieren. Was zunächst als vielversprechender Schritt in Richtung Privatisierung schien, hat sich als peinlicher Rückschlag erwiesen, der nicht nur Zweifel an der Fähigkeit der Regierung zur effektiven Umsetzung von Reformen aufkommen lässt, sondern auch die potenzielle Beteiligung des Privatsektors an künftigen Staatsvermögensveräußerungen gefährdet.

Der ehemalige Befürworter des SAA-Deals und CEO von Business Leadership South Africa, Busi Mavuso, äußerte seine Enttäuschung über die Entwicklung und betonte, dass dies ein anschauliches Beispiel dafür sei, wie nicht mit der Umstrukturierung von Staatsvermögen umgegangen werden solle. Ursprünglich als Lösung für das chronische Finanzproblem von SAA gedacht, endete der Deal in einem Fiasko, das die ineffektive Verwaltung von Staatsvermögen deutlich aufzeigt.

Die Kritik an der Vereinbarung war vielschichtig und wurde von hochrangigen Regierungsmitgliedern, allen voran Finanzminister Enoch Godongwana, geäußert. Insbesondere die Bewertung von SAA stieß auf Ablehnung, wobei Godongwana darauf hinwies, dass die Vermögenswerte von SAA den Kaufpreis deutlich überstiegen und dass die Regierung bereits sämtliche Schulden beglichen hatte.

Trotzdem blieb die Regierung zögerlich, SAA weitere finanzielle Mittel zuzusichern, insbesondere angesichts der massiven staatlichen Rettungspakete, die bereits in das Unternehmen geflossen waren.
Das Scheitern des SAA-Deals zeigt nicht nur die dringende Notwendigkeit einer transparenteren und effizienteren Privatisierungsstrategie auf, sondern wirft auch ein ernsthaftes Licht auf die Zukunft des südafrikanischen Luftfahrtsektors. Während die Regierung nach wie vor feststellt, dass SAA in der Lage sein sollte, sich in den kommenden Jahren selbst zu finanzieren, bleiben Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens, in einem äußerst wettbewerbsintensiven Markt zu überleben.

Die Entscheidung, SAA wieder vollständig zu verstaatlichen, wirft nicht nur Fragen nach der Effektivität staatlichen Handelns auf, sondern hinterlässt auch einen bitteren Nachgeschmack bei potenziellen Investoren und Geschäftspartnern, die sich nun fragen, ob der südafrikanische Staat wirklich ein zuverlässiger Partner ist. Es ist anzumerken, dass der potenzielle Käufer, der eine 51%ige Beteiligung an SAA erwerben wollte, die Takatso-Gruppe war, bestehend aus dem privat geführten Global Airways und dem Private-Equity-Unternehmen Harith General Partners. Diese Informationen verdeutlichen die bedeutende Rolle, die die Takatso-Gruppe bei den Verhandlungen über den Verkauf von SAA spielte und unterstreichen die Bedeutung des gescheiterten Deals.

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