Tuesday, February 27, 2024
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Südafrika feiert sein kulturelles Erbe dieses Jahr mit zwei großartigen Neuigkeiten.

Auch dieses Jahr feiert Südafrika im September, dem sogenannten Heritage Month, sein kulturelles Erbe.

PM – Der Tag mit den größten Feierlichkeiten – von Konzerten, Ausstellungen, Sportveranstaltungen und jede Menge öffentliche und private Braais (traditionelle südafrikanische Grillfeste) – ist in diesem Jahr der 24. September: der Heritage Day.

2023 hat das Land der unterschiedlichsten Kulturen gleich zwei neue Gründe, sein Erbe zu feiern: Mit dem Twee Rivieren Interpretative Centre ist der Kgalagadi Transfrontier Park in der Provinz Northern Cape um eine Sehenswürdigkeit reicher. Im Western Cape wurde Plettenberg Bay zu einer Whale Heritage Site erklärt und damit als drittes Walkulturerbe in Südafrika, von insgesamt nur sieben weltweit, ausgezeichnet.

Das im Juli eröffnete Twee Rivieren Interpretative Centre ist eine Hommage an das Volk der ǂKhomani San, welches zu den ältesten Völkern der Weltgeschichte zählt und deren Kulturlandschaft als Unesco-Welterbe anerkannt ist. Die Ausstellungsinstallation verbindet modernes Design mit alten ǂKhomani-Weisheiten, einschließlich Erzählungen und Geschichten der lokalen ǂKhomani-Gemeinschaften. „Mit diesem Zentrum hat das Ministerium für Tourismus es der lokalen Community ermöglicht, Tausenden von Touristen, die den Park jährlich besuchen, die stolze Geschichte ihrer faszinierenden Kultur zu erzählen”, erklärte Tourismus-Ministerin Patricia De Lille bei ihrer Eröffnungsrede am 19. Juli. Neben der Ausstellung in einem alten umgebauten Stammesgebäude, gibt es auch einen sogenannten Marktbaum, wo die ganz in der Nähe lebenden Nachfahren der indigenen Ureinwohner ihre Handwerkskünste anbieten können.

Die Whale Heritage Site (Walkulturerbe) in Plettenberg Bay liegt an der Garden Route zwischen zwei Meeresschutzgebieten (Tsitsikamma und Robberg) und beherbergt eine große Vielfalt an Meerestieren sowie sieben verschiedene Wal- und Delfinarten, darunter Buckelwale, Südliche Glattwale, Brydewale, Schwertwale (Orcas) und Indopazifische Tümmler. Das Gebiet spielt eine wichtige Rolle in einem größeren Ökosystem und bietet eine atemberaubende Mischung aus unberührten Stränden, gewundenen Flüssen, ruhigen Lagunen, uralten einheimischen Wäldern und des Indischen Ozeans.

In Südafrika ist es bereits das dritte Gebiet, welches den Status „Walkulturerbe“ erhält. Die weltweit erste Auszeichnung erhielt The Bluff in KwaZulu-Natal, ein Küstenvorort, der Teil des Hafens von Durban an der Ostküste Südafrikas ist. Dort sind sieben verschiedene Wal- und Delfinarten beheimatet.

2021 folgte mit der Auszeichnung der Algoa Bay eine halbherzförmige Bucht im Eastern Cape. In den Wintermonaten bieten die warmen, flachen Gewässer ideale Bedingungen für Südliche Glattwale, die sich hier paaren und ihre Kälber zur Welt bringen. Für Buckelwale dient sie später im Jahr ebenfalls als Kinderstube, bevor diese die lange Reise zurück in den Süden zu ihren Futterplätzen antreten. Neben den über 13 verschiedenen Wal- und Delfinarten hat auch die weltweit größte Kolonie Afrikanischer Pinguine hier ihre Heimat gefunden.

Südafrika-Reisende können sich außerdem auf insgesamt10 kulturelle und naturgeschichtliche Welterbestätten freuen, die von der UNESCO ausgezeichnet wurden und so unter einem besonderen Schutz stehen:

  • uKhahlamba Drakensberg Park: Die Region bietet mehr als 600 archäologische Stätten mit über 35.000 Felsmalereien, die Menschen, Tiere und das spirituelle Leben der San über einen Zeitrahmen von 4.000 Jahren darstellen.
  • Robben Island: Die Gefängnisinsel, deren berühmtester Insasse Nelson Mandela war, ist heute ein Museum.
  • iSimangaliso Wetland Park: Der Park besteht aus acht zusammenhängenden Ökosystemen, die wahre Naturwunder zu bieten haben mit einer Vielzahl von Säugetieren, mehr als 500 Vogelarten, 100 Schmetterlingsarten, über 2.000 blühende Pflanzenarten sowie alle fünf Mangrovenbaumarten, die in Südafrika heimisch sind.
  • Mapungubwe-Nationalpark: Standort antiker Ruinen und archäologischer Stätten, die auf eine frühe afrikanische Zivilisation hinweisen, die schließlich im 14. Jahrhundert unterging.
  • Richtersveld Cultural and Botanical Landscape: Die geschützte Region ist ein Halbwüstengebiet südlich des Kgalagadi Transfrontier Parks, welches noch heute die Lebensweise der Nama-Khoi Kultur widerspiegelt, die hier als Wanderhirten leben.
  • ǂKhomani Cultural Landscape: Diese Kulturlandschaft im Süden der Kalahari gibt Auskunft über die Geschichte, Lebensgrundlagen und das kollektive Gedächtnis der hier ansässigen ǂKhomani San-Gemeinschaft.
  • Fossile Hominidenfundstätten in Südafrika (Cradle of Humankind ergänzt um das Makapans Valley sowie The Taung Skull Fossil Site): Die ältesten Funde sind etwa 1,75 bis 1,8 Millionen Jahre alt.
  • Cape Floral Region: Das Pflanzenreich, welches sich von der Kaphalbinsel bis zum Eastern Cape erstreckt, ist eine Region mit einer der größten Biodiversitäten der Welt und eines der sechs Pflanzenreiche der Welt.
  • Vredefort Krater: Er ist der größte sicher identifizierte Einschlagkrater der Erde, der vor gut zwei Milliarden Jahren durch einen Meteoroid entstand und einen einzigartigen Einblick in die Evolutionsgeschichte unseres Planeten ermöglicht.
  • Barberton Makhonjwa Mountains: Die Welterbestätte umfasst über 40 Prozent des Barberton-Grünsteingürtels, einer der ältesten geologischen Strukturen unseres Planeten und stellt die am besten erhaltene Abfolge von Vulkan- und Sedimentgestein dar.
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