Saturday, January 28, 2023
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Hervorragende Beschäftigungszahlen in Südafrikas Tourismusindustrie

Immer mehr Menschen in Südafrika, können vom Tourismus leben. Unterschiedliche Initiativen und Projekte zum Ausgleich der Ungleichheiten zwischen den Kulturen und Geschlechtern des Landes tragen Früchte.

KPRN  – Der südafrikanische Tourismussektor gilt als einer der vielversprechendsten Akteure für das Wirtschaftswachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die aktuellen Beschäftigungszahlen sprechen für sich: 2017 feierte der Tourismussektor ein sehr erfolgreiches Jahr mit der Schaffung von 31.752 neuen Stellen. Damit war jeder 22. Mitarbeiter in Südafrika im Tourismussektor tätig – insgesamt 722.013 Personen. Dies entspricht 4,5% der arbeitenden Bevölkerung. Zählt man direkte und indirekte Beschäftigung hinzu, sind es sogar rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze, 9,5% der Gesamtbeschäftigung. Damit der Tourismus mit seinem immensen sozialen und wirtschaftlichen Wert auch weiterhin das Leben der Menschen in Südafrika verbessert, hat das südafrikanische Tourismusministerium eine Fülle von Projekten und Programmen initiiert. Diese sollen noch mehr Menschen über das gesamte Kultur- und Geschlechterspektrum hinweg für den südafrikanischen Tourismus qualifizieren.

Transformation gewinnt an Dynamik
2018 hat das Tourismusministerium den Tourism Transformation Fund eingerichtet, um bis 2020 340 Millionen Rand (21,4 Mio. Euro) in den Tourismussektor einzubringen. Durch diesen Fond können sich Unternehmen, die überwiegend im Besitz von schwarzen Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen sind und von ihnen geführt werden, bis zu fünf Millionen Rand (314.700 Euro) sichern. Die Projekte müssen neue Arbeitsplätze kreieren und Wissenstransfer gewährleisten.

Community-Tourism – mehr als nur Transformation
Südafrika hat längst die Vorteile der Stärkung der lokalen Gemeinden rund um Nationalparks und Kulturstätten erkannt. Nicht nur im Sinne der Transformation, sondern viel mehr, um das tief verwurzelte Wissen dieser Gemeinden für den Tourismus des Landes zu nutzen. Eine Win-Win-Situation für Gemeinden und Urlauber zugleich, die zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Krüger-Nationalpark – nachhaltig in die Zukunft
Als bestes Beispiel voran geht der Krüger-Nationalpark: Mit einem Kooperationsvertrag zwischen dem Park, den angrenzenden privaten Naturreservaten und nahegelegenen Gemeinden ist im Dezember 2018 ein gemeinsames Konzept für verantwortungsvollen Tourismus entstanden. Dies verbindet lokale Gemeinden, private, staatliche und gemeinnützige Partner, um das Greater Kruger-System sicherer und relevanter für das Leben der Menschen rund um den Park zu machen. Safari-Lodges und private Game Reserves verpflichten sich, engere Verbindungen mit den umliegenden Gemeinden einzugehen und frische Lebensmittel von ihnen zu beziehen. Ziel ist es gemeinsam mit den Gemeinden Aktivitäten für Touristen zu entwickeln und ihr kulturelles Angebot in das Ausflugsangebot zu integrieren.

Authentische Erlebnisse mit Hidden Gems
Der Wandel in der südafrikanischen Tourismusindustrie hat große Fortschritte gemacht, doch es gibt noch viele Brücken zu überwinden, um eine ausgewogene Vertretung von Kulturen, Geschlechtern und Unternehmen innerhalb der Branche zu erreichen. Im weltweiten Marketing legt South African Tourism daher einen starken Fokus auf sogenannte „Hidden Gems“. „Wenn wir über den Tourismus in Südafrika sprechen, dann muss eines immer ganz klar sein: von wachsenden Touristenzahlen müssen alle Beteiligten profitieren, vor allem die Kleinst- und mittleren Unternehmen (SMMEs), die nicht das Budget haben, sich selbst extensiv zu vermarkten. Darum sehen wir es als eine unserer wichtigsten Aufgaben an, diese Produkte in der Welt bekannt zu machen“, so Sisa Ntshona, CEO von South African Tourism.

Neben Trainings- und Mentorenprogrammen bietet das Fremdenverkehrsamt vor allem Zugang zu den Märkten, ermöglicht die Teilnahme an relevanten Plattformen wie der ITB sowie die Teilnahme an Roadshows. Die individuellen Produkte finden vor allem Zuspruch bei Urlaubern aus den deutschsprachigen Ländern, die authentische Reiseerlebnisse mit lokalen Anbietern favorisieren. Dabei haben die Hidden Gems das Potenzial, das Erlebnisangebot des Landes zu vergrößern und bieten Touristen die Möglichkeit, einer größeren kulturellen und geschichtlichen Vielfalt des Landes zu begegnen.

Auch auf der diesjährigen ITB präsentieren sich wieder zehn kleine Unternehmen aus den verschiedensten Regionen Südafrikas am Stand von South African Tourism (Halle 20, Stand 138).

 

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