Friday, February 3, 2023
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Die südafrikanische Wirtschaft hat eine wichtige Wende genommen – ist das Glas jetzt halb voll?

Südafrikaner müssen sich davor bewahren allzu pessimistisch zu sein. Der Chefökonomist von Old Mutual Investment Group, Rian le Roux hat in dieser Woche gesagt: “Ich denke, dass Südafrika eine wichtige Hürde genommen hat, was die schwache Wirtschaft betrifft."

… "Die Auswirkungen der negativen Wirtschaftseinflüsse lassen nach und vielleicht könnte es sogar im nächsten Jahr Zinssenkungen und ein besseres Jahr für die Minenindustrie geben. Die Wirtschaft kann anfangen, uns zu überraschen! … Die letzten fünf Jahre, die das Wachstum auf der Kehrseite überrascht haben, können sich, denke ich, in 2017 umkehren und mehr Wirtschaftsaktivitäten hervorbringen.” Er hat weiter festgestellt, dass, wenn man sich über die letzten Jahre die Rückschläge wie Blackouts, Nahrungsmittelinflation, schwacher Rand und Streiks ansieht, man feststellt, dass viele dieser Probleme anfangen, sich zu lösen.

“Das Vertrauen in die Wirtschaft ist, ausgelöst durch die Entwicklung der letzten Jahre, stark angeschlagen wobei es aber auch positive Aspekte, wie der verhinderte Fall des Finanzministers Pravin Gordhan und die Veröffentlichung des Berichts des Public Protectors gibt.” Jedoch sagt le Roux auch, dass es zu früh ist, zu spekulieren welche politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Inhalt des Berichts haben wird. “Das Endergebnis ist, dass die Veröffenlichung zeigt, dass der öffentliche Druck gegen die Staatsübernahme durch Korruption und Vetternwirtschaft anfängt, stärker zu werden"

“Am Ende, denke ich, wird es eine Wende zum Besseren geben. Ja, die Wirtschaft ist noch ziemlich schwach, und es sieht aus, als wenn das dritte Quartal auch ziemlich schwach sein wird und die Verbraucher unter Druck sind. Keine Frage, kurzfristig gibt es noch viel Gegenwind. ”Wenn man “weiter” in 2017 blickt, denkt er, dass ein Teil dieser Gegenwinde sich in Rückenwinde wandeln können. Der schwächere Rand ist sicher für den Tourismus und den Export gut.

Die große Frage

“Ich denke, dass wir uns vor all zu pessimistischen Erwartungen schützen sollten. Die Frage ist jedoch, ob es möglich ist, durch politische Maßnahmen, besonders auf dem Arbeitsmarkt, Vertrauen zu erzeugen, wenn wir die Politik auf einem stabileren Level bekommen können." Weiter: “Diejenigen im Produktionssektor sagen, dass Unsicherheit einer der wichtigsten Gründe für das NICHT-Investieren ist.” Er denkt, dass der Scheitelpunkt der Inflation jetzt klar in Sicht ist, und dass es eine kalkulierbare Chance gibt, dass Südafrika Ende des Jahres wieder einem Ratingdowngrade zum Junkstatus entkommen könnte.

“Das große Problem sind die Langzeitaussichten. Das erste Ziel muss sein, den negativen Ausblick zu reduzieren. Das wird Wirtschaftswachstum und ein höheres Niveau des Vertrauens erzeugen, welches eine stabilere politische Umgebung voraussetzt … Man vergisst, dass auch das Gegenteil zutreffen kann. Wenn eine Sache am boomen ist, werden andere Dinge auch davon positiv beinflusst werden. Natürlich denke ich nicht, dass wir aus dem gröbsten raus sind, aber wir sollten nicht allzu pessimistisch sein."

Ratings

Le Roux erklärte, dass gemäss der Entscheidung von S&P im Juni, die Ratingeinschätzung unverändert  zu belassen, er das Engagement von Südafrika zur mittelfristigen fiskalischen Konsolidierung nicht nur begrüsst hat, sondern auch eine Reihe von Sorgen, einschließlich des Mangels an wachstumsfördernden Reformen forderte, besonders hinsichtlich des Arbeitsmarktes und der Minenindustrie.

“S&P hat spezifisch vor der politischen Einmischung gewarnt, die Schlüsseleinrichtungen schwächen konnte. Die Agentur hat auch seine Sorgen über die Kohäsion der Exekutive ausgedrückt und ist soweit gegangen, dass, wenn diese politischen Spannungen zum Geschwür werden sollten, es schwer auf das Anlegervertrauen wirken könnte. Er hat hinzugefügt, dass die Ratingeinschätzung auf der Erwartung basiert war, dass diese politischen Spannungen in Schach gehalten werden würden.”

Er glaubt, dass das Aufrechterhalten unseres halbjährlichen Investment-Grades, gute Nachrichten für Südafrika waren, weil es Regierung, Unternehmen und Arbeiter ein Fenster öffnete, obgleich ein relativ kleines, um echte Fortschritte dadurch zu machen, um südafrikas Wachstumsleistung strukturell zu verbessern: “Initiativen der Eigentümer der größeren Unternehmen und der Regierung im Interesse eines stärkeren Wirtschaftswachstums sind ausschlaggebend”, sagte er, “dennoch, selbst wenn im Dezember ein Ratingdowngrade vermieden werden kann, kann es nur mit der Zeit durch eine verbesserte Wirtschaftsleistung stabilisiert werden und der soziale und fiskalische Druck reduziert werden. Die Geschichte hat gezeigt, dass man viele Jahre braucht, um eine negative Investment-Ratingeinschätzung wieder gut zu machen."

Deshalb sagt er, dass sich alle Rollenspieler nicht nur darauf konzentrieren sollten, Downgrades dringlichtst zu vermeiden, sondern auch zum Ziel haben sollten, die negative Meinung über das Land zu eliminieren, um unsere Ratingeinschätzung auf einem höheren Stand zu bekommen.

 

Ralph M Ertner, Into SA Limited

 

 

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