Saturday, January 28, 2023
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Internationaler Tag des Tigers am 29. Juli

Anzahl wild lebender Tiger stark dezimiert, während Artgenossen in Gefangenschaft leiden

pm – Anlässlich des internationalen Tag des Tigers am 29. Juli macht VIER PFOTEN auf Missstände in der Haltung dieser stark gefährdeten Tierart aufmerksam. Zwar sind Tiger international durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES streng geschützt, doch in den letzten 100 Jahren hat sich der Bestand wild lebender Tiger drastisch reduziert – von etwa 100.000 auf nur noch 3.000 bis 3.500 Tiere. Währenddessen lebt eine vielfach größere Zahl an Tigern in menschlicher Obhut, viele von ihnen unter schlechten Haltungsbedingungen. VIER PFOTEN gibt ihnen und anderen Großkatzen mit der aktuellen Kampagne #VIERPFOTENgowild eine Stimme.

Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN:
„Der natürliche Lebensraum der Tiger wird durch den Menschen immer weiter eingeschränkt, hinzu kommt der illegale Handel mit Tigerbestandteilen und -produkten. Drei Unterarten sind bereits ausgestorben. Tiger, die in Gefangenschaft leben, führen oft ein sehr tristes Dasein auf engem Raum hinter Gitterstäben. In Südafrika fallen Zuchttiger sogar Trophäenjägern zum Opfer.”

Canned Hunting: Tiger im Visier
Bei dieser grausamen Form der Jagd werden zumeist Löwen in Gefangenschaft gezüchtet, in Gehegen gehalten und schließlich für Trophäen erschossen. Die Tiere werden auf Farmen in Südafrika gezüchtet und von Hand aufgezogen. Was viele nicht wissen – auch gezüchtete Tiger fallen den Hobbyjägern zum Opfer. Die südafrikanische Jagdindustrie kann somit afrikanische als auch asiatische Tierarten für den Abschuss „anbieten“ – an nur einer Location. VIER PFOTEN setzt sich für ein Verbot des Canned Huntings und von kommerziellen Löwenzuchtfarmen in Südafrika ein und hat dazu eine Petition ( help.four-paws.org/de-DE/keine… ) gestartet.

Die asiatischen Großkatzen stellen aufgrund ihrer komplexen Lebensweise und ihrer Eigenschaften hohe Anforderungen an ihren Lebensraum. Dennoch werden weltweit unzählige Tiger unter völlig mangelhaften Bedingungen nur für den Profit oder zu Unterhaltungszwecken in Zirkussen und Zoos mit niedrigen Standards oder gar zum Privatvergnügen als Haustier gehalten. Allein in Europa leben Schätzungen zufolge weit mehr als 2.000 Tiger, Löwen und andere Großkatzen unter nicht artgemäßen Bedingungen.

Neue Kampagne: #VIERPFOTENgowild
Weltweit leben und leiden nicht nur Tiger sondern auch tausende andere Großkatzen in Zirkussen, in schlecht geführten Zoos oder in Privatbesitz. Viele der Tiere leben auf engstem Raum, werden mangelhaft ernährt, sind krank und verhaltensgestört. VIER PFOTEN hat es sich zum Ziel gesetzt, die Situation dieser faszinierenden aber auch gefährlichen Wildtiere zu verbessern. Die Organisation betreibt nicht nur das Refugium LIONSROCK in Südafrika, wo mittlerweile über hundert Löwen und Tiger aus schlechter Haltung ein artgemäßes Zuhause gefunden haben. VIER PFOTEN setzt sich auch mit breit angelegten Kampagnen für Großkatzen in menschlicher Obhut ein, unter anderem für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen oder die Schließung nicht adäquater Zoos.

Mit #VIERPFOTENgowild rücken die Tierschützer das Leid der Tiere, aber auch Lösungen in den Fokus. Denn unter dem Deckmantel der Unterhaltung (Zirkusse), Bildung (Zoos), Medizin & Tradition (Heilmittel aus Tigerknochen) und des Sports (Trophäenjagd in Afrika), fristen tausende Großkatzen in Europa, Südafrika und den USA ein trostloses Leben unter katastrophalen Bedingungen. Die internationale Kampagne #VIERPFOTENgowild wird ihnen eine Stimme geben.

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