Tuesday, January 31, 2023
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Eine Impfung, die Leben rettet

Welttierschutzgesellschaft engagiert sich für ein tollwutfreies Südafrika


pm – Tollwut stellt in vielen Ländern noch immer eine große Gefahr dar, die hauptsächlich von ungeimpften Hunden ausgeht. So auch in Südafrika: In dem beliebten Urlaubsland tragen viele Hunde den Tollwutvirus in sich. Um eine unkontrollierbare Tollwutwelle zu verhindern führt die Welttierschutzgesellschaft zusammen mit ihrer lokalen Partnerorganisation Vets for Change in den Risikogebieten großangelegte Impfkampagnen durch und richtet mobile Tierkliniken in Townships rund um Pretoria ein.
Sandige Straßen, karge Landschaften und kleine Häuser aus Steinziegeln oder Wellblech prägen das Landschaftsbild im Nordosten Südafrikas. In den Hausecken und unter Bäumen finden sich immer wieder Hunde. Viele sind Besitzerhunde, führen aber in Township oder auf Dörfern ein freies Leben. Auch wenn das Land im afrikanischen Vergleich wirtschaftlich stark ist, sind die Unterschiede zwischen arm und reich gravierend. Rund neun Millionen Hunde leben in Südafrika. Schätzungen zu Folge leben 85 Prozent aller Haustiere in den Armenvierteln, wo eine tiermedizinische Versorgung nicht vorhanden ist – auch weil ein Tierarzt in diesen Gegenden nicht verfügbar ist.
Damit der viel zitierte beste Freund des Menschen nicht zur tödlichen Gefahr wird, arbeitet die Welttierschutzgesellschaft mit der lokalen Partnerorganisation Vets for Change zusammen. Zwei großangelegte Impfkampagnen in den Staaten Limpopo und Mpumalanga konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt wurden mehr als 18.000 Hunde gegen Tollwut geimpft und damit Tier- und Menschenleben gerettet. Zusätzlich wurden die Hunde medizinisch versorgt.
Um auch langfristig eine Ausbreitung des Virus zu verhindern und die tiermedizinische Versorgung in den Townships zu verbessern, organisiert die Welttierschutzgesellschaft gemeinsam mit der Partnerorganisation Vets for Change in den Gemeinden Refilwe und Onverwacht rund um Pretoria mobile Tierkliniken. Zwei Tierärzte und acht Ehrenamtliche bieten dort die notwendigen Behandlungen an. Da die Menschen vor Ort oft nicht mal genug für die eigene Versorgung haben, ist die Behandlung entweder kostenlos oder erfolgt gegen einen kleinen Obulus – nicht selten begleichen die Menschen die Tierarztkosten, indem sie für die Klinik selbst notwendige Arbeiten verrichten.

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