Saturday, June 15, 2024
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Vom „Beerginner“ zum „Beerexpert“

Eröffnung des Beerhouse in Fourways, Johannesburg

R M Ertner – Am 24. Juli war es denn endlich so weit: der erste Ableger des in der Kapstädter Long Street so erfolgreichen Beerhouse öffnete seine Tore in Johannesburg, zumindest für die durstige Journaille, die zahlreich erschien, der gemeine Bierfreund durfte dann ab letzten Freitag an den Hahn und an die Tränke.

Der Sonne nahezu den Farben-Rang ablaufend, präsentiert sich das Beerhouse Johannesburg in seiner strahlend gelben Pracht direkt gegenüber dem Montecasino in Fourways, genauer gesagt im Pineslopes Boulevard, Heim des berühmt-berüchtigten Billy the Bums.

Ein hoch-motiviertes und gut trainiertes „All-Men“ Team unter den wachsamen Augen des „GM in Training“ Warrick erwartete zur Eröffnung des jüngsten Tempels der ständig wachsenden Bier-Fan-Gemeinde. Gestylt wie die traditionellen Brauhäuser in Deutschland und Österreich und dominiert von gelben Stilelementen bietet das Beerhouse den rauhen Charme einer überlangen Kronkorken-übersäten Biertheke und zahlreichen abwechslungsrechen Sitzgelegenheiten für 400 Gäste unter einzigartigen Lichtarrangements aus – was wohl – leeren Bierflaschen.

„Helm ab zum Biergebet“ hieß es ab 16h00 angesichts der überwältigenden Auswahl zwischen 99 Biersorten, lokal wie international, zwanzig Hopfenprodukte allein von funkel-nagel-neuen Zapfhähnen. Für jeden Geschmack etwas dabei, reicht das Angebot von alten bekannten wie Peroni (Italien), Pilsner Urquell (Tschechien) und Jack Black (Südafrika) bis zu absoluten Exoten aus Irland, USA und dem Vereinigten Königreich; vom Lager über das alte Pils bis hin zum India Pale Ale (IPA), von 2.3% – 15.4%, von kleinem Geld bis hin zu R 150 für die Pulle edelster Braukunst.

Die Profis waren schnell erkannt an gezielten Bestellungen von Brewdogs und Brauhaus am Damn, die Anfänger, „Beerginner“, genossen die zahlreichen 100ml Tester, im Vaterland auch als „Pfiffe“ bekannt. Doch es war nicht nur das Bier, das zur gelungenen Unterhaltung beitrug…

Während das allgegenwärtige audiovisuelle Unterhaltungsequipment noch nicht im Einsatz war, legte die Küche die Latte ab 17h00 deutlich höher als – kaum vergleichbare – lokale Wasserlöcher. Frische Austern mit rohen Zwiebeln, Flammkuchen, Bitterballen und ein Mini Bunny Chow sorgten für die erste Grundlage für die dazu gereichten verschiedensten Biertester, ein Bier-Pairing der Extraklasse. Danach wurde es reichhaltiger, um den stärker werdenden Vertretern der IPA entgegenzutreten, Käsepasta, marinierter Schweinebauch und – allzeit saugfähige – Pork Cracklings!

Leider gab es kein passendes PA System, so konnte man nur schwer verstehen, was die verschiedenen Braumeister beim „Meet the Brewers“ zu sagen hatten, aber einer drang durch, mit seiner sonoren Sonderstimme, der Mann mit dem speziellen Bart, Eigentümer, Gründer und Visionär einer neuen Bierkultur am Kap, Randolf Jorberg. Er war der gefragte Mann des Abends, allzeit „hands-on“ und nicht geizig mit Geschichten und Anekdoten um die Beerhouse Saga. Vorgestellt wurde auch der Mann, der jedes Bier kennt wie sein eigenes, Murray, the „Beerwhisperer“.

Knapp ein Jahr nach der Eröffnung am Kap hat nun auch Johannesburg sein Beerhouse, ready to teach the Beerginners and open for any Beerexpert. Was für ein Start! Nur gut dass Durst nicht aus der Mode kommt, aber fantastisch zu sehen, wie Südafrikas Craft Biere aus den Kinderschuhen gekrabbelt sind. Bleibt nur noch eins zu sagen: Prost, und sehe Euch im Beerhouse!

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