Tuesday, February 27, 2024
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Südafrikas Diamanten-Küste: ein ungeschliffenes „Reise-Juwel“

Ruhesuchende finden am nordwestlichen Küstenabschnitt Südafrikas unberührte Dünenlandschaften mit einer reizvollen Tier- und Pflanzenwelt. Abenteurer erkunden geheimnisumwitterte Schiffswracks oder stürzen sich mit dem Surfbrett in die Wellen des Atlantiks.

pm – Die Diamanten-Küste, die sich zwischen der Mündung des Groenrivier und der kleinen Hafenstadt Port Nolloth erstreckt und teilweise zum Namaqua National Park gehört, ist ein touristischer Geheimtipp. Ein Grund hierfür ist, dass ein Teil des Gebietes nördlich des Nationalparks dank seines mineralischen Reichtums von der Namaqualand Minengesellschaft bewirtschaftet wird und erst vor wenigen Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Ein Vorteil für die zahlreichen indigenen Pflanzen- und Tierarten, die zwischen dem Ozean und dem semi-ariden Landesinneren der Nordkap-Provinz beheimatet sind und weitestgehend ungestört gedeihen können.

Ausgangspunkt für die Erkundung der Diamond Coast ist im Süden der Namaqua National  Park, der einfache Unterkünfte sowie Campingplätze zum Übernachten bietet. Im mittleren Abschnitt der Diamanten-Küste befinden sich die – im wahrsten Sinne des Wortes – Kleinstädte Kleinzee und Koingnaas. Auch hier gibt es einfache, gemütliche Unterkünfte sowie herzliche Gastgeber, die den einen oder anderen Tipp zur Erkundung der ungezähmten Küste parat haben. Kleinzee bietet außerdem noch ein Museum, welches geologische, paläontologische und archäologische Funde der Region ausstellt und Interessantes zur Geschichte der Diamanten-Küste vermittelt. Im Norden bietet sich als Basislager für Ausflüge entlang der Diamond Coast das Küstenstädtchen Port Nolloth an.

Neben absoluter Ruhe, Abgeschiedenheit und Ausblicken auf tosendes Meer und unberührte Natur ziehen über 100 Vogel- und 27 Säugetierarten sowie eine Seehundkolonie mit 350.000 Bewohnern und die weltweit kleinste Landschildkröte Besucher in ihren Bann. Ausgewiesene Wanderwege im Namaqua National Park sowie der fünf Kilometer lange Trapsuutjies Wanderweg im Molyneux Nature Reserve beziehungsweise die vier Kilometer lange Boulder Heritage Route führen Gäste aktiv durch die beeindruckende Landschaft. Zu ihrer vollen Pracht entfaltet sich die Gegend zwischen August und Oktober. Hier findet nach den winterlichen Regenfällen die Wildblumenblüte statt, die die sonst recht karge Landschaft in ein buntes Blütenmeer verwandelt. Beste Aussichten hierauf und auf das Meer bietet das mobile Namaqua Flowers Beach Camp, das aus zehn luxuriösen Zelten besteht und nur im September im Nationalpark errichtet wird – Verpflegung inklusive.

Wer es „robuster“ mag, der sollte sich eine Tour im Geländewagen durch die weite Dünenlandschaft nicht entgehen lassen. Diese können entweder mit entsprechenden fahrbaren Untersatz als Selbstfahrer im Namaqua National Park auf der Caracal Eco Route durchgeführt werden oder die Besucher nehmen an einer geführten Tour teil.

Hier stehen drei verschiedene Routen zur Auswahl, die direkt über die Diamond Coast (www.coastofdiamonds.co.za) angeboten werden. Diejenigen, die Bekanntschaft mit der Piratiny, Arosa und Border machen möchten, sollten sich unbedingt auf die Shipwreck-Route begeben und mehr über die raue und herausfordernde Küste erfahren. Auf der Strandveld-Tour wird der Fokus auf die Tier- und Pflanzenwelt gelegt, während Besucher auf der „World of Diamonds Mine“-Tour über die Geologie und die Diamantenförderung in der Region informiert werden. Alle drei Ausflüge dauern jeweils vier Stunden, bieten viel Spaß und Abenteuer und können ab Kleinzee oder Koingnaas gebucht werden. Wer sich nach solch einer Tour den Staub und Schweiß aus dem Gesicht waschen möchte, der findet an den fast endlosen einsamen Stränden immer einen Platz. Sehr erfrischend dank des Benguelastroms ist ein Bad im Atlantischen Ozean – für Surfer ein wahres Wellenparadies.

Weitere Informationen unter:
www.coastofdiamonds.co.za (Diamanten-Küste)
www.sanparks.co.za (Namaqua National Park)

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