Saturday, January 28, 2023
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Auch Südafrikaner wollen Sonnenstrom autark nutzen

Photovoltaikanlagen mit Speicher machen unabhängig vom Stromnetz. Das wollen auch Menschen in Südafrika, zumal die Verfügbarkeit dort nicht immer gesichert ist

pm – Michael Aigner, Laichinger PV-Großhändler und Berater, hilft ihnen mit seinem Netzwerk dabei.
Der umtriebige Energiewender nutzte die Intersolar Europe, weltweit größte Fachmesse für die Solarwirtschaft, um seine Kontakte zum südlichsten Land des schwarzen Kontinents zu vertiefen. Ronald Lange, ein promovierter Chemiker und PV-Experte, fährt dort aktuell die Modul-Fabrik eines Unternehmers hoch. Die beiden hatten sich vor Jahren kennengelernt als der Niederländer noch die PV-Sparte der Robert Bürkle GmbH in Freudenstadt führte.
„Südafrika ist das Land der Sonne“, erklärt Aigner sein Engagement, „als Sonnenstrom in Akkus gespeichert, macht sie unabhängig vom Stromnetz oder Generatorstrom.“ Unzählige Klimaanlagen sorgen in dem sonnenreichen Land für erträgliche Temperaturen in Gebäuden. Zukünftig sollen sie direkt vom Dach oder – abends – aus der Batterie im Haus mit Strom versorgt werden.

Aigner was dieses Jahr als Besucher auf der Intersolar. Auf einen eigenen Stand verzichtete der 46-Jährige bewusst: „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis hat zuletzt nicht gestimmt.“ Den sechsstelligen Betrag, den er durch den Verzicht auf eine Messepräsenz seiner Firma Aton-Solar einspart, nutzt er stattdessen, um sein Unternehmen sicher durch das zweite Halbjahr zu steuern. Denn bei anziehender Weltnachfrage steigen aktuell die Marktpreise für PV-Module.
Hinzu kommen die Anfang Juni eingeführten EU-Strafzölle für Module aus China. Von derzeit 11,6 steigen sie im schlechtesten Fall Anfang August auf knapp 47 Prozent. Um seinen bundesweit 280 Solarteur-Kunden dennoch attraktive Konditionen für hochwertige Komponenten bieten zu können, hat der Laichinger in den vergangenen Monaten Module mit einer Gesamtleistung von 21 Megawattpeak geordert – so viel, wie nie zuvor in der Firmengeschichte. Die können den Jahresstrombedarf von 5.250 Vierpersonen-Haushalten decken. Damit sich auch Aigners Kunden in dem schwieriger gewordenen Marktumfeld positionieren, schulte der umtriebige Solarenergie-Profi sie jüngst mit einem Presseseminar. „Damit die Handwerker im Alltagsgeschäft nicht vergessen, wie wichtig es ist, ihre eigenen Stärken zu kommunizieren.“

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