Saturday, January 28, 2023
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HomeSüdafrikaKolumne1:0 für Wahlbetrüger Mugabe – Die Talfahrt geht weiter!

1:0 für Wahlbetrüger Mugabe – Die Talfahrt geht weiter!

Es ist dem Wahlbetrugs-Regime in Zimbabwe erneut gelungen. Mit der Unterstützung der wenigen Stimmen des verblendeten Gefolges und unter Ausschluss von über einer Million Wahlzettel derer – daheim wie im Exil – die gerne für eine wirtschaftlich hoffnungsvolle Zukunft gestimmt hätten, setzt der kranke Tyrann des südlichen Afrikas sein unheilvolles Kasperletheater weiter fort, um auch noch die letzten Quäntchen Saft aus einem ruinierten Land zu pressen, das einst den Neid der afrikanischen Staatengemeinschaft an sich zog.

Er kennt keine Scham und seinen Handlungen folgt entweder Echo des Schweigens oder die geflüsterte Zustimmung der sogenannten Industrienationen, ein trauriges Bild vom „Was geht uns das denn an?“ so weit weg von unserem Heim.

Viel näher an unserem Heim liegt Zimbabwe, ehemals stolzes, jetzt blutleeres Land, verlassen von Fachkräften und ohne Mittel und ohne ernstzunehmende Wirtschaft, alles unter dem Banner der Nationalisierung (Indigenization). Weitere fünf Jahre Härte, Verfall und blinder Aktivismus liegen vor dem Land in dem Oppositionsführer Tsvangirai kaum noch die Kraft haben dürfte, dem Irrsinn weiter die Stirn zu bieten, wie er es über die letzten Jahre getan hat.

Wo ist der zivile Ungehorsam jetzt? Die Nachbarn schweigen und Präsidenten gratulieren zu einem Wahlsieg, der in die Geschichtsbücher als offensichtlichster Wahlbetrug des Jahrhunderts eingehen dürfte; selbst George W. erschauert in Bewunderung, ist er doch nie auf die brillante Idee gekommen, verstorbenen Wählern eine Stimme zu geben, und den ihm geneigten Gefolgsleuten jeweils bis zu vier.

Investoren im Rest der Welt, viele bereits seit langem in den Startlöchern, um zur künftig größten Baustelle Afrikas aufzubrechen, müssen nun umdenken. Wie sicher sind weitere Investitionen in einer verstaatlichungs-geilen Vetternwirtschaft? Kann man sich darauf verlassen, dass der „Führer“ von seinen Geschlechtskrankheiten rechtzeitig genug abberufen wird? Oder müssen wir weiter – gemeinsam mit unseren stolzen Gästen, die erneut ihre Koffer auspacken und geduldig auf die Heimkehr in ihr Land warten – fünf Jahre einem Untergang ohne Ethik und ohne demokratisch legitimierte Staatsführung beiwohnen?

Es liegt weiter in der Hand der Bürger von Zimbabwe zu erkennen, dass sich der Abgrund zwischen der Situation im eigenen Land und der in den Nachbarländern drastisch erweitert. Es ist ihr angeborenes Recht zu erkennen, dass die regierende Minderheit nur wenigen hilft und es ist verdammt nochmal für jeden Einzelnen – nicht erst heute – zu erkennen, dass wenn die letzte Farm nichts mehr produziert, die letzte Mine geschlossen ist und die letzte Bank von Onkel Bob und seinem Gangsterstab verstaatlicht worden ist, dass man gefälschte Wahlzettel weder essen noch in den Tank stopfen kann.

Heil Bob, heil dem weiteren Verfall, aber keine Sorge: die Welt schaut zu auf CNN, wenn auch nur zur Unterhaltung und weniger zum Verstehen!

Ralph M Ertner
Into SA Pretoria

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