Monday, July 15, 2024
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Auf Fabrik-Safari mit dem Selfmade-Volkswagen

In Südafrika besichtigen Besucher das VW-Werk im seltensten Modell der Welt

Christian Selz – Wer sich am südafrikanischen VW-Standort Uitenhage die Produktion des Polo und des Polo Vivo anschauen möchte, kann seine Füße künftig schonen. Den Rundgang durch das Werk haben die Südafrikaner zur stilsicheren und komfortablen Auto-Safari gemacht. Das eingesetzte Tour-Fahrzeug ist dabei ein Highlight für sich: Zwei Angestellte von Volkswagen Motorsport haben es in mühevoller Kleinarbeit aus recycelten und unbenutzten Teilen selbst zusammen gebaut.
„Wir hatten ursprünglich geplant, das Projekt auszugliedern. Aber wir haben es uns anders überlegt, nachdem wir realisiert haben, das wir einen riesigen Schatz an Erfahrung im Unternehmen haben, den wir für unser ambitioniertes Projekt anzapfen können“, blickt Matt Gennrich, Leiter der Kommunikation der Volkswagen Group South Africa, zurück. „Die Entscheidung, auf interne Expertise zurückzugreifen hat dem Unternehmen Geld gespart und eine Weltklasse-Qualitätsarbeit hervorgebracht, auf die wir sehr stolz sind.“
Über drei Monate haben Johnny Allen und Cobus Barnard von Volkswagen Motorsport am Design gefeilt, Teile organisiert, geschraubt und gebaut. Entstanden ist so ein kleiner Autozug, der sich perfekt in die Think Blue. Strategie des Konzerns einfügt. Die Zugmaschine treibt ein Elektromotor an und die drei Passagier-Wagen, die von hinten betrachtet dem Polo verdächtig ähnlich sehen, sind zu einem großen Teil recycelte Komponenten zum Einsatz gekommen. „Wir haben Restfarbe von den Rallywagen benutzt, mit überschüssigen Schrauben, Muttern und Karosserie-Resten die Wagen aufgebaut und die Seitenverkleidungen aus verschrotteten Teilen aus der Fabrik zusammengeschweißt“, gibt Barnard einen Einblick in die Bauphase.
21 Menschen finden auf dem Unikat nun bequem Platz und Kommunikationschef Gennrich freut sich vor allem darüber, älteren Besuchern eine „komfortable und unvergessliche Tour“ bieten zu können. Die Nachfrage ist längst da. Knapp 43 000 Menschen haben sich in den vergangenen fünf Jahren – bisher noch zu Fuß – ein Bild davon gemacht, wie der Polo und der Polo Vivo , Südafrikas seit Jahren meistverkaufte Automodelle, in dem hochmodernen Werk entstehen. Nur die Geheim-Schmiede von Allen und Barnard, die bekommen die Gäste nicht zu sehen.

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