Thursday, June 13, 2024
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Seltener Besuch vor dem Tafelberg

Am Donnerstag entdeckten Strandbesucher in Blouberg einen See-Elefanten.

JHM – Der See-Elefant ist in den letzten Tagen immer wieder zwischen Tableview und Bloubergsands am Strand gesichtet worden. Die Polizei spannte Sperrbänder am Strand in Tableview damit Schaulustige dem Raubtier nicht zu nahe kommen.

See-Elefant-BloubergBenannt sind die See-Elefanten nach der rüsselartig vergrößerten Nase der Männchen. Sie gehören zu den Hundsrobben, obwohl sie im Verhalten und in manchen Merkmalen den Ohrenrobben ähnlicher sind. Die riesig vergrößerte Nase fehlt den Weibchen und jüngeren Männchen. Nach ständigem Wachstum erreicht der Rüssel etwa im achten Lebensjahr die volle Größe und hängt dann über dem Maul, mit den Nasenlöchern nach unten. Zur Paarungszeit kann dieser Rüssel durch erhöhte Blut- und Luftzufuhr noch einmal erheblich vergrößert werden. Die Größenunterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind beträchtlich. Ein Bulle kann sechseinhalb Meter lang werden, eine Kuh nur dreieinhalb Meter. Das Gewicht eines Männchens liegt bei bis zu dreieinhalb Tonnen, das eines Weibchens bei maximal 900 kg. Die See-Elefanten teilen sich in zwei Gruppen: Dem nördlichen und dem südlichen See-Elefanten. See-Elefant-kratztBei diesem Exemplar handelt es sich um einen weiblichen südlichen See-Elefanten. Der südliche See-Elefant ist die größte Robbenart der Welt und damit auch das grösste Raubtier der Welt. Der Rüssel ist nur 10 cm lang und damit im Vergleich zur nördlichen Art deutlich kleiner.

Die großen Kolonien der südlichen Art befinden sich auf folgenden Inseln, die in einem Ring um die Antarktis liegen: Südgeorgien, Kerguelen, Heardinsel, Macquarieinsel. Außerhalb der Paarungszeit findet man umherwandernde Individuen auch an den Küsten Südafrikas, Australiens, Neuseelands, Patagoniens und der Antarktis. Dabei legen Einzeltiere Strecken von bis zu 4800 km zurück. (Quelle Wikipedia)

See-Elefant-FotomodelBei dem Tier in Blouberg handelt es sich um ein ausgewachsenes Weibchen. Die Stadt Cape Town warnt die Beobachter, dem Tier nicht zu nahe zu kommen. See-Elefanten sehen zwar sehr träge aus, können aber blitzartig angreifen, wenn sie sich betroht fühlen.

See-Elefant-BlutSprecher der Stadt Cape Town sagten, das Tier habe keine äusseren Verletzungen und würde sich nur ein paar Tage ausruhen. Bei näheren hinschauen kann man beobachten, das die hinteren Flossen blutbeschmiert sind. Ob innere Verletzungen vorliegen kann man nur vermuten. Hoffentlich erholt sich der See-Elefant und wird wieder richtig Gesund.

Nach angaben des „Department of Environmental Affairs and Tourist“ und „IFAW“ (International Fund vor Animal Welfare) ist das Tier etwa 2 Jahre alt, etwa 2,4 Meter lang und wiegt ca. 1.200 kg.

Nach Auskunft der nationalen Tierschutzbehörde “National Council of SPCAs” geht es dem Tier tatsächlich gut:

„Seit Ende der letzten Woche wird das Tier täglich vom Personal des „Marine Coastal Management“ (MCM) kontrolliert. Die Robbe scheint bei guter Gesundheit zu sein, und hat sich an der Küste auf und ab bewegt. Das Blut an den Flossen wird normale Robben-Fäkalien sein, weil Robben-Fäkalien allgemein rot gefärbt und sehr dünnflüssig sind. Der Schaum vor der Nase ist etwas, was wir häufig sehen und normalerweise durch Stress verursacht wird (wegen der Leute, die das Tier stören).“ Fotos: © Jörg-Henning Meyer

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