Saturday, January 28, 2023
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„Polarstern“ auf Kurs Antarktis

Lange Reise ins Packeis

Von Ludger Pooth – Minus 30 Grad, Schneestürme und kaum Tageslicht: Im Packeis der Antarktis erwarten die Wissenschaftler auf dem Forschungsschiff “Polarstern” aus Bremerhaven harte Bedingungen. Vor der Reise machte die „Polarstern“ Zwischenstation in Kapstadt. An Bord wurde das 30. Jahr seit Indienststellung mit einem Empfang gefeiert. Erst im Frühjahr wird das Schiff nach Bremerhaven zurückkehren.

In den vergangenen 30 Jahren unternahm die „Polarstern“ 27 Expeditionen in die Arktis und 29 Reisen in die Antarktis. Weshalb die Forscher bei dieser Expedition im Südpolarmeer überwintern wollen, erklärt Expeditionsleiter Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven: “Im Sommer wurde gemessen, dass in der Arktis das Eis rapide abgenommen hat. Gleichzeitig hat das Eis in der Antarktis zugenommen und die größte Ausdehnung seit mindestens 40 Jahren erreicht Wir wollen wissen warum arktische und antarktische Packeisgebiete so unterschiedlich sind.”

Nach Angaben von Lemke sind der Polarwirbel und damit die Westwinde stärker geworden. Dadurch wird das Eis fortgetrieben. Die Forscher wollen herausfinden, ob es dicker geworden ist oder sich nur ausbreitet. Weiterhin soll untersucht werden, wie aus der Dunkelheit der Polarnacht bei Sonnenaufgang der Jahresrhythmus des Ökosystems beginnt.

Deutschlands Botschafter in Südafrika, Freitag wies auf  den Zufall des 30jährigen Jubiläum der „Polarstern“ im laufenden „Deutsch-Südafrikanischen Wissenschaftsjahr“ hin. Südafrika sei Deutschlands wichtigster Partner auf dem afrikanischen Kontinent. 1996 beschlossen beide Länder die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie. Botschafter Freitag: „Südafrika am Kap der Guten Hoffnung ist ein einzigartiger Ort für die Forschung. Ob Wetter, Wasser, Klima, Energie, Artenreichtum und Gesundheit – Südafrika vereinigt all die an einem Platz. Eine wahre Herausforderung für Forscher aus aller Welt“

EmpfangPolarsternMMabuse_LGruebner_pRTL Star Motsi Mabuse ist die Botschafterin für das Deutsch –Südafrikanische Wissenschaftsjahr. Sie stammt aus Südafrika, lebt seit 12 Jahren in Deutschland und nahm am Empfang an Bord teil. Foto: Lars Grübner, Alfred-Wegener-Institut

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