Saturday, January 28, 2023
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ROT-WEISS-ROT IN DER REGENBOGENNATION

Geschichte und Geschichten österreichischer Auswanderer in Südafrika

Von Andrea Heuberger (Hg.) – Heute leben ca. 16.000 bis 20.000 Österreicher und Österreicherinnen im Land der Regenbogennation. Während die Geschichte der Migration von Österreichern zum Beispiel nach Kanada sehr gut erforscht ist, fehlte bislang ein Werk, das sich mit der Auswanderung der Österreicher nach Südafrika beschäftigte. Zwar wurden durch diverse Zeitungsartikel und Fernsehbeiträge die Erfolgsgeschichten heute in Südafrika lebender Auslandsösterreicher nachgezeichnet, die historischen Aspekte wurden dabei jedoch meist völlig ausgeblendet.
Ausgangspunkt des Buches war meine Masterarbeit “Emigrationszufriedenheit und kulturelle Identität österreichischer Einwanderer in Südafrika”, die mein Interesse für Vergangenheit und derzeitige Lebenssituation der österreichischen Einwanderer in Andrea_HeubergerSüdafrika vertiefte. Dadurch entstand die Idee weitere Interviews mit Auslandsösterreichern zu führen, um so mit Hilfe der Erzählungen lebendige Geschichte festzuhalten und aus den persönlichen Erlebnissen der Auswanderer ein Buch zu gestalten. Durch narrative Interviews sollten nicht die objektive Geschichtsschreibung, sondern subjektive Erlebnisse im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen und ein anderer Blick auf historische Ereignisse ermöglicht werden. Die sehr privaten und persönlichen Erzählungen und Lebensgeschichten wurden in meinem Beitrag „TO LET-TOO LATE“ gesammelt und sollen einen unmittelbaren Eindruck der subjektiven Erlebnisse und Empfindungen der Auswanderer ermöglichen.
Darüber hinaus wurde versucht, Mitautoren zu finden, die diese persönlichen Erlebnisse durch wissenschaftliche Beiträge mit Fokus auf Spezialthemen abrunden. Das Buch soll keine flächendeckende systematische Darstellung sein, sondern durch Fallbeispiele, wie aus Puzzelsteinen zusammengesetzt, ein möglichst buntes Bild der vielfältigen Erlebnisse, Einflüsse, Geschichte und Geschichten der Österreicher in Südafrika bieten. Genauso bunt gemischt wie die Beiträge selbst sind auch die Mitautoren, der Bogen spannt sich von angesehenen, anerkannten Wissenschaftlern, Universitätsprofessoren, Künstlern über Handelsdelegierte und Geschäftsleute, die sowohl in Südafrika als auch in Österreich leben.
Während die Auswanderer bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem Abenteurer waren, nützten zur Zeit der Apartheid vor allem gut ausgebildete junge Leute die Möglichkeiten, die die südafrikanische Regierung auswanderungswilligen Weißen bot. Dieses Buch versucht den Bogen zu spannen von den ersten österreichischen Einwanderern bis zu jenen der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und dabei unter anderem auch folgende Fragen zu klären:
•    Warum gibt es auch heute noch Burenwürste in Wien zu kaufen?
•    Warum ist heute noch im Krüger-Haus-Museum eine Kassette mit Unterschriften und Adressen zahlreicher Wiener zu sehen?
•    Warum durfte man während der Apartheid-Zeit sonntags keinen Sport betreiben?
•    Warum musste Thomas Zilk, der Sohn des früheren Wiener Bürgermeisters Helmut Zilk, sein neu gekauftes Motorrad durch Johannesburg schieben?
•    Warum mussten sich zwei Auslandsösterreicher in Mozambik eine Woche lang von einer Flasche Whiskey, zwei Flaschen Rum und einer Dose Thunfisch ernähren?
•    Warum war man in Hubert Plettenbachers österreichischen Heimatort über seine afrikanische Frau enttäuscht?
•    Wie kam es dazu, dass ein österreichischer Kapellmeister einen Putsch dirigierte?

www.lit-verlag.at

Weitere Informationen:
www.austrianembassy.co.za

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