Am 1. August 2011, wurden KwaZulu-Natals (KZN) Minister für Wirtschaftsentwicklung Mike Mabuyakhulu und die Sprecherin der KZN Legislative Peggy Nkonyeni vor dem Landgericht in Pietermaritzburg gehört.
Von Rolf Schmidt – Mittlerweile hat diese Saga in den Presse den schönen Namen “Amigo-Affäre” erhalten. Der Bereich um das Landgericht wurde während der Anhörung weiträumig abgesperrt. Wie bekannt wurde, sind der ANC Buchhalter Delani Mzila und der frühere Leiter der KZN Gesundheitsbehörde, Ronald Green-Thompson zur Anklageschrift addiert worden, was die Verzögerung der Anklageschrift erklären würde. Nach der Anhörung wurden Mabuyakhulu und Nkonyeni gegen Kautionen von je R100.000 freigelassen, Herr Green-Thompson erhielt eine Kaution von R40.000. Alle Angeklagten haben am 20. Januar 2012 einen weiterführenden Termin am Hohen Gericht. Der Staatsanwalt stimmte den Kautionsgesuchen zu, da er in den Angeklagten keine Fluchtgefahr sieht.
Die Angeklagten wurden von hochrangigen Vertretern des ANC der Provinz KZN während der Verhandlung begleitet. Eine interessante Entwicklung gibt es trotzdem – Delani Mzila, der ANC Buchhalter, ist ein kritischer Zeuge der Anklage. Mzila scheint nun zu bestreiten, dass, wie er selbst in einer Eidesstattlichen Erklärung versicherte, eine “Spende” von R1 Million an die Angeklagten geflossen sei. Die Nationale Strafverfolgungsbehörde NPA verweigerte einen Kommentar dazu. Der Premierminister KZNs, Premier Dr. Zweli Mkhize, bestreitet entschieden Beiträge in Wochenend-Zeitungen, dass er Zeuge der Anklage sein würde.