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ÜBER(W)UNDEN -ART IN TROUBLED TIMES

Kollektiver Umgang mit Konflikt und Vergangenheit – Möglichkeiten und Grenzen

 

Im Mittelpunkt von über(W)unden – Art in troubled Times vom 7. – 11. September 2011 steht die Frage nach der narrativen und künstlerischen Erschließung des Traumas – sowohl in der Literatur als auch in der Bildenden Kunst, im Tanz, Theater, Musik und Film. Während der internationalen Konferenz, die an vier aufeinanderfolgenden Vormittagen stattfindet, sollen Künstler, Kulturschaffende und Kulturaktivisten zu Wort kommen, deren künstlerische Auseinandersetzung von traumatischen Erlebnissen oder tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen beeinflusst wurden. Künstlerische Interventionen, die nicht nur die Thematiken Krise und Trauma aufgreifen, sondern Veränderungen und Umbrüche durchaus auch als positiven Katalysator verstehen, mit dem zeitgenössische Kunst (weiter)entwickelt werden kann, begleiten die Konferenz und greifen mit ihr ineinander.

Welche Heilungsprozesse traumatischer Erfahrung greifen in welchen kulturellen Kontexten? Welches sind die sozialen Auswirkungen von Traumatisierungen? Gibt es gesellschaftliche Traumata und werden Traumata an nachfolgende Generationen weiter gegeben? In welcher Weise erschließen Künstler Traumata und was sagen diese Auseinandersetzungen über die Kunst aus? Welche ästhetische Sprache finden Künstler, um mit Traumata umzugehen? In welcher Weise werden Traumata als künstlerische Methode, wie der der Retraumatisierung, eingesetzt? Welche Rolle spielen Künstler in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen, traumatisierender gesellschaftlicher Erfahrungen oder in einer post-traumatischen Gesellschaft? Dies sind nur einige Fragen, mit denen sich
über(W)unden im Rahmen der Reihe „Kultur & Konflikt“ beschäftigen wird.

In Südafrika sind Ausgangspunkte die Ergebnisse der Konferenz Cracking Walls, die 20 Jahre Mauerfall und 15 Jahre Ende der Apartheid aufgriff, und während der immer wieder Reibungsflächen aufgrund unterschiedlicher Auffassungen und künstlerischer Bearbeitungen der traumatischen Ereignisse thematisiert wurden, sowie das „Apartheid Archive Project“ in Südafrika, in dem – exemplarisch für das Erleben von Folter, Massenvertreibung und Krieg – Erzählungen der alltäglichen Schrecken des Apartheidregimes gesammelt und zugänglich gemacht werden.

Ein Netzwerk vergleichbarer Projekte nicht nur in Afrika, etwa in Kenia, der DRC, Ruanda oder Angola, sondern auch in anderen Teilen der Welt, bildet die wissenschaftliche Basis für das Projekt.

Durch die Verbindung von Konferenz und künstlerischer Intervention bewegen sich Konferenzteilnehmer und Publikum während über(W)unden – Art in troubled times durch verschiedene künstlerische Disziplinen und Antworten auf traumatische Erlebenisse, die die Wahrnehmung der Kunst beeinflussen.

Teilnehmer:

Emmanuel Jal, Faustin Linyekula, Antjie Krog, Marcel Odenbach, Veronique Tadjo, Paul Grootboom, Gabi Ngcobo, Djo Tunda Wa Munga, Warren Nebe, Sello Pesa, Rumbi Katedza, Hayley Bernam, Dierk Schmidt, Jyoti Mistry, Theogène Niwenshuti, Karim Chrobog, Bronwyn Law-Viljoen

Thematische Struktur:

07. September 2011, Tag 1:
Wie beeinflussen oder definieren soziale Traumata die Arbeit von Künstlern?

08. September 2011, Tag 2:
Kann Kunst Trauma heilen?

09. September 2011, Tag 3:
Künstler in Zeiten der Krise

10. September 2011, Tag 4:
Persönliches Trauma und künstlerische Reaktionen

Ort:

Goethe-Institut und andere Orte in Johannesburg

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