Thursday, July 18, 2024
spot_img
HomeSüdafrika"Lions on the move": Afrikas Wirtschaft boomt

“Lions on the move”: Afrikas Wirtschaft boomt

(PM) Afrikas Wirtschaft befindet sich in einem dauerhaften Aufschwung – allerdings unbeachtet von vielen Unternehmen in Deutschland und in Europa.

Das ist das Fazit der Auftaktveranstaltung zur Reihe "NRW Wirtschaftsdialoge zur Internationalen Zusammenarbeit", die die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft und Inwent am 30. November 2010 in Bonn durchgeführt haben.

Thema war das Investitionsklima in Afrika, das das McKinsey Global Institute intensiv untersucht hat. Die Ergebnisse, die in der Studie "Lions on the move" vor kurzem veröffentlicht wurden, präsentierte Michael Kloss, Senior Partner bei McKinsey Südafrika.

Noch vor gut zehn Jahren galt in der internationalen Wirtschaft der Markt für Telekommunikation in Subsahara-Afrika als nicht existent; seit dem Jahr 2000 ist aber die Zahl der Handybesitzer dort um 316 Millionen gestiegen. Dies ist nur ein Beispiel für die vielen Fehleinschätzungen gegenüber der afrikanischen Wirtschaft.

McKinsey sieht erhebliche Potenziale in den Sektoren Finanzwirtschaft, Telekommunikation, privater Konsum und Infrastruktur und spricht von einem dauerhaften Aufschwung – auch unabhängig von den ohnehin reichen Rohstoffressourcen des Kontinents. Die fortschreitende Verstädterung und das Entstehen einer Mittelschicht sind zwei der Gründe, warum zum Beispiel der Konsumsektor in Subsahara-Afrika zwei bis drei Mal so schnell wächst wie in den OECD-Staaten.

Die wichtigsten Ursachen für den Aufschwung sind mikroökonomische Reformen, die zu einer Sanierung vieler Staatshaushalte und sinkenden Inflationsraten führen. Hinzu kommen deutliche Fortschritte bei der politischen und makroökonomischen Stabilität. Dies zeigt sich zum Beispiel durch regionale Kooperationen in der internationalen Handelspolitik oder auch durch die Abnahme bewaffneter Konflikte.

Inzwischen nutzen chinesische, indische und auch brasilianische Investoren diese Potenziale; europäische Unternehmen agieren im Vergleich deutlich zurückhaltender. Ausnahme sind einige international agierende Konzerne wie zum Beispiel Siemens oder Bosch.

In der sich anschließenden Diskussion betonte Bruno Wenn, Sprecher der Geschäftsführung der DEG, die Chancen für den deutschen Mittelstand. Mit der DEG und Inwent bieten sich der Wirtschaft zwei Institutionen an, die die Zugänge zu diesen Märkten erleichtern können: die DEG mit ihrem Finanzierungs- und Beratungsangebot und Inwent mit der Qualifizierung von unternehmerisch orientierten Fach- und Führungskräften aus der Region, die über Alumni-Netzwerke Ansprechpartner für Marktchancen und Investitionsmöglichkeiten der deutschen Wirtschaft sind.

Die Reihe "NRW Wirtschaftsdialoge zur Internationalen Zusammenarbeit" greift die zentrale Rolle der Wirtschaft in globalen Entwicklungsprozessen auf und informiert zu Themen nachhaltigen Wirtschaftens. Vertreter aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung diskutieren über die Schnittmengen von Wirtschaft und Internationaler Zusammenarbeit. Ziel der Reihe ist es auch, die nordrhein-westfälische Wirtschaft und insbesondere den Mittelstand über konkrete wirtschaftliche Möglichkeiten und Service- und Finanzierungsleistungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu informieren.

Veranstalter sind die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH und das Regionale Zentrum NRW der Inwent gGmbH im Verbund. Die Reihe wird mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

RELATED ARTICLES

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here



Wechselkurs € zu Rand

Veranstaltungen

TRENDING NOW

Kapstadt erlebt derzeit eine beispiellose Wetterkrise. Seit einer Woche wird die Metropole von heftigen Stürmen und Kaltfronten heimgesucht, die zu weitreichenden Überschwemmungen und Verwüstungen...
Skip to toolbar
Verified by MonsterInsights