Tuesday, January 31, 2023
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Schiffe, Panzer, Brandschutz für Südafrika

Auf der Luftwaffenbasis Ysterplaat  in Kapstadt findet diese Woche die  „Africa Aerospace and Defence, AAD 2010“ satt. An der größten Messe für Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Sicherheit in Afrika nehmen 350 Aussteller aus 35 Ländern teil, darunter auch Unternehmen aus Deutschland.

Von Ludger Pooth – Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Südafrikas, in vielen Bereichen. Auch in der Sicherheit. Die Südafrikanische Marine erhielt in 2003 und 2004 vier Korvetten Korvetten des Typs MEKO A-200 SAN, die bei Blohm & Voss (B&V) in Hamburg und Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) in Kiel gebaut wurden, ebenso drei U-Boote vom Typ 209. Südafrika als neue Führungsmacht auf dem afrikanischen Kontinent seit Ende der Apartheid mußte seine veraltete Flotte dringend modernisieren.

Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) zu dem B&V gehört ist auf der 6. Messe, die alle zwei Jahre stattfindet wieder dabei. Südafrika braucht Küstenschutz. Nicht nur vor Piraterie auf See, auch vor der organisierten Kriminalität der Wilderei in den Fischgründen. Das Land hat cirka 3000 Kilometer Küstengrenze, die überwacht werden müssen. Sieben Patrouillenboote sollen das gewährleisten. Die Ausschreibungen laufen, an denen sich auch andere deutsche und internationale Werften beteiligen. Erhält TKMS den Zuschlag sollen die Schiffe mit deutscher Unterstützung auf südafrikanischen Werften gebaut werden.

TKMS bietet offshore (OPV) und inshore (IPV) Schiffe an, deren Ausrüstung, wie bei den Meko Fregatten und Korvetten je nach Einsatz und Aufgabe austauschbar sind. Dr. Stephan Gehlhoff, Direktor von TKMS blickt weiter: „Die Schiffe haben das Potential für eine maritime Sicherheit aller Küstenstaaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC)
 

 

 

 

Rheinmetall präsentiert auf der Messe erstmals in Afrika den  deutschen Kampfpanzer Leopard 2A4, der den veralteten südafrikanischen Panzer Olifant, eine Weiterentwicklung des britischen Centurion Panzers, ersetzen könnte. Die südafrikanische Armee will 132 Panzer kaufen. Allerdings ist das Verteidigungsbudget im Minus, da der Kauf von Schiffen und Flugzeugen für die Streitkräfte Vorrang hatte.

 

Neben den großen Rüstungskonzernen stellen auch deutsche mittelständische Unternehmen ihre Produkte vor. Die Firma Texoga aus dem bayrischen Gräfeling bei München hat die ultimative Lösung zum Schutz gegen Explosivzerstörung oder sich schnell verbreitende Feuer in Kraftstofftanks: Detostop, ist ein  Aluminium-Gewebe, das durch hohe thermische als Hitzeableiter fungiert. Die thermische Energie wird sofort abgeleitet. „Es sind Alukugeln oder Netze mit nur 2 Prozent Volumenverlust für jeden Tank“, erläutert Heinz Smekal, der deutsche Vertreter für Texoga in Südafrika. „Sie sind zum Beispiel auch in jedem Tank des Kampfpanzers Leopard.“

Die Africa Aerospace and Defence, AAD 2010 schließt am Sonnabend, den 25. September.
Der 24. und 24. September ist für die √ñffentlichkeit: Flug- und Fahrzeuge Show. Eintritt 50 Rand. Kinder unter 12 Jahren frei

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