Saturday, May 25, 2024
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Land der Waisen

KwaZulu/Natal ist die bevölkerungsreichste Provinz im Osten Südafrikas.

Die HIV/Aids-Infektionsrate liegt hier bei 40 Prozent und ist die höchste im ganzen Land, eine folgenschwere Entwicklung: Aids trifft besonders die Generation im erwerbsfähigen Alter. Zurück bleiben Alte und Kinder. Die Kindernothilfe hat vor Ort ein Projekt gestartet, das 1.800 betroffenen Mädchen und Jungen ein neues Zuhause schenkt.

Msunduzi, Südafrika: Andile (Name geändert) ist ein schüchterner, kleiner Junge. Seine Eltern sind schon früh an Aids gestorben, die Mutter bereits kurz nach seiner Geburt. Als man den Jungen fand, hauste er zusammen mit fünf Geschwistern in einer zerfallenen Hütte aus Lehm, Holz und Steinen. Alle Kinder waren stark unterernährt. Die Großmutter hat Andile und seine Geschwister bei sich aufgenommen. Doch für die alte Frau wird es immer schwieriger, die Kinder durchzubringen. Es fehlt an Essen und der medizinischen Versorgung der Kinder, für die Schulgebühren reicht es schon lange nicht mehr. Die Großmutter ist verzweifelt und weiß nicht, wie es weitergehen soll.

Kinderfamilien

Aids trifft besonders die Generation im erwerbsfähigen Alter. Zurück bleiben Alte und Kinder. Es fehlen Mütter und Väter, die die Kinder versorgen und großziehen. In vielen Fällen sind die verlassenen Mädchen und Jungen schwer traumatisiert. Ganz plötzlich müssen die ältesten die Verantwortung für die jüngeren Geschwister übernehmen. Viele Kinderfamilien können nur notdürftig überleben.

Kein Platz für Waisen

Den Verwandten und Nachbarn fällt es schwer, verwaiste Kinder aufzunehmen. Die Mittel reichen kaum für die eigene Familie. Auch vierzehn Jahre nach dem Ende der Apartheid leben weite Teile der Bevölkerung Südafrikas in Armut. Die Arbeitslosigkeit im Land ist hoch, die Ausbreitung von HIV/Aids macht die Lage noch schlimmer.

Pflegefamilien für 1.800 Kinder

‚Die Kindernothilfe hat im Oktober letzten Jahres in KwaZulu/Natal ein Projekt gestartet, das Familien dabei unterstützt, Waisenkinder aufzunehmen und zu versorgen. In den Gemeinden Msunduzi und Richmond leben viele Waisen und von HIV/Aids betroffene Kinder, die Hilfe brauchen. Die Kindernothilfe arbeitet vor Ort mit der erfahrenen Partnerorganisation Thandanani zusammen, die 1.800 betroffene Kinder direkt unterstützt. Der Direktor ist Duncan Andrew: “Wir motivieren die Gemeinden, betroffene Kinder aufzunehmen und für sie zu sorgen”, sagt er. “Dazu bilden wir Frauen aus, die die Familien unterstützen, sogenannte Freiwillige. Dafür bekommen sie etwas Geld.

Projekt mit Erfolg

“114 Freiwillige sind bereits im Einsatz, eine von ihnen ist Agnes: “Einmal in der Woche besuche ich einige Familien”, erzählt sie, “Andiles Großmutter gehört dazu: “Ich helfe ihr bei der Beantragung von staatlicher Unterstützung, verteile Nahrungsmittel und zeige ihr, wie man Obst und Gemüse anbaut.” Doch es geht um mehr: Das Projekt sichert eine regelmäßige medizinische Versorgung der Kinder, klärt über HIV/Aids auf, schickt die Kleinsten in Kindertagesstätten, die Großen in die Schule. Agnes: “Thandanani zahlt die Schulgebühren, stellt Lernmaterial und Schuluniformen zur Verfügung.” Die junge Frau ist stolz auf ihre Arbeit. Sie ist von dem Projekt überzeugt: “Wir bekommen regelmäßige Schulungen und arbeiten eng mit den staatlichen Schulen, Kindergärten, Behörden und Gesundheitszentren zusammen. Das macht das Projekt so erfolgreich.”

Wirksam helfen

Machen Sie mit und schenken Sie 1.800 Mädchen und Jungen ein neues Zuhause. Mit Ihrer Untertützung können wir die Arbeit vor Ort sicherstellen und den Kindern Hoffnung und Zukunft schenken.

Helfen Sie mit einer Spende oder übernehmen Sie eine Patenschaft!
Spendenkonto 45 45 40
BLZ: 350 601 90
Bank: KD-Bank eG
Stichwort: Z57293, Südafrika: Hilfe für Aidswaisen

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