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Documenta 15: Skandal am 3. Ausstellungstag

Das umstrittene Gemälde wurde abgedeckt Das umstrittene Gemälde wurde abgedeckt Foto: Facebook
Es war bereits im Januar 2022 auf der Tagesordnung der Documenta 15. Den Kuratoren wurde Antisemitismus und Ausgrenzung israelischer Künstler vorgeworfen.

Von Bernd Häfner - Was nach einer - üblichen - Documentavorausdiskussion aussah und für viele in Deutschland unvorstellbar zu sein schien, zeigt sich erst nach der Eröffnung.

Denn das Werk, um das es sich dreht, ein überdimensioniertes Schlachtengemälde des Kollektivs Taring Padi, zeigt u.a. ein Schweinegesicht und trägt einen Helm mit Mossad-Aufschrift, dem israelischen Geheimdienst und ein Halstuch mit Davidstern. Andere Figuren sollen wohl Stürmerkarikaturen der Nazizeit darstellen.
Vertreter der Bundesregierung haben dieses Grossgemälde als „antisemitische Bildsprache“ bezeichnet.
Nach stundenlangen Gesprächen zwischen Künstlern, Documentaleitung und Aufsichtsrat, wurde es gestern am Abend vor anwesendem Publikum verhüllt.
Das Gemälde heißt „People´s Justice“ und wurde erstmals 2002 von dem Kollektiv angefertigt und nicht für die documenta speziell. Die Künstler entschuldigten sich dafür und erläuterten, dass das Bild Teil einer damaligen Kampagne gegen Militarismus während der Militärdiktatur in Indonesien  gewesen sei.

 

Nach einer Pressemeldung von soeben, wird das umschtritte Kunstwerk aus Indonesien am heutigen Abend (23. Juni) abgebaut.








 

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