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Neues Visasystem in Südafrika eingeführt

Langzeitvisaanträge werden jetzt zentral in Südafrika bearbeitet Langzeitvisaanträge werden jetzt zentral in Südafrika bearbeitet Foto: Logo DHA-Wikipedia
Das südafrikanische Innenministerium (Department of Home Affairs, DHA) hat ein zentralisiertes System für die Bearbeitung von Visumanträgen eingeführt.

JHM - Das neue System bedeutet, dass alle Anträge auf Erteilung eines Langzeitvisums, die über eine südafrikanische Botschaft oder Konsulat eingereicht werden, an die Zentrale des Innenministeriums in Pretoria weitergeleitet werden. Zuvor wurden diese Anträge von Konsularbeamten in den Vertretungen bearbeitet und abgeschlossen, sagt Moeketsi Seboko, Immigration Manager bei Xpatweb.

"Bisher wissen wir, dass das zentralisierte System dazu dienen soll, die einheitliche Anwendung des Einwanderungsgesetzes und der Vorschriften für die Bearbeitung von Visumanträgen zu gewährleisten. Die Einführung dieses neuen Systems wird als ein Versuch des EDA gesehen, die Integrität seiner Einwanderungsabteilung zu verbessern und die Bemühungen zu zeigen, die Systeme im Interesse der nationalen Sicherheit anzugleichen und gleichzeitig zur Erholung der Wirtschaft beizutragen."


Das Innenministerium sei darauf aufmerksam gemacht worden, dass es Ungereimtheiten und willkürliche Regeln seitens der Beamten in den Vertretungen gebe, die dazu führten, dass Konsularbeamte für ein und denselben Visumantrag nicht vorgeschriebene unterschiedliche Anforderungen stellten, so Seboko.


"Mitunter können sich diese Anforderungen wöchentlich ändern, je nachdem, welcher Beamte die Dokumente erhält, was häufig zu einem uneinheitlichen und unvorhersehbaren Beurteilungsprozess führt. Dies ist jedoch nicht bei allen Auslandsvertretungen der Fall, denn einige halten sich an die Vorschriften und setzen die korrekten Verfahren zur Beantragung von Visa durch", so Seboko.

"Wir begrüßen das neue System und sind der Meinung, dass das zentralisierte System bei ordnungsgemäßer und systematischer Umsetzung die Effizienz und Einheitlichkeit bei der Bearbeitung von Anträgen auf Langzeitvisa verbessern wird.
Wie bei jeder strukturellen Veränderung sind jedoch Anlaufschwierigkeiten zu erwarten, von denen derzeit Expats und ihre Arbeitgeber in aller Welt betroffen sind. Ein Beispiel dafür sind die stark verlängerten Bearbeitungszeiten für Visumanträge, die auf einen Engpass aufgrund der großen Zahl von Visumanträgen zurückzuführen sind, die in der Zentrale des Innenministeriums von den Vertretungen eingehen.
Man kann nur hoffen, dass das Innenministerium proaktiv handelt und Maßnahmen ergreift, um weitere Verzögerungen bei der Freigabe von Visumanträgen zu vermeiden und das Personal in der Zentrale des Innenministeriums aufzustocken, um den Druck durch die Menge der eingehenden Anträge zu mindern."

Xpatweb forderte eine dauerhafte und robuste Lösung, um die sich ständig verändernden Einwanderungsstandards anzugehen.

 

Übersetzt vom englischen von Jörg-Henning Meyer

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