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POST SCRIPTUM! Hoffnung für Langzeitvisum-Antragsteller

Neue Imigrationsrichtlinie für Südafrika vom 31.10.2022 Neue Imigrationsrichtlinie für Südafrika vom 31.10.2022 Foto: into-SA.com
Für eine beträchtliche Anzahl von Ausländern, deren Anträge auf Erteilung eines Langzeitvisums von ihrer Auslandsvertretung zur Bearbeitung nach Pretoria weitergeleitet worden waren, zeichnet sich vielleicht doch noch ein Silberstreif am Horizont ab.

Ralph M. Ertner - Innenminister Dr. Aaron "Never at Work" Motsoaledi hatte endlich eingesehen, dass die zentrale Bearbeitung aller Anträge auf Erteilung eines Langzeitvisums in Pretoria zu einem massiven Rückstau geführt hatte, da das Personal vor Ort die Zahl der Anträge nicht bewältigen konnte. Deshalb hatte er Ende August seine Entscheidung rückgängig gemacht, so dass Anträge auf Erteilung eines Langzeitvisums wieder in den südafrikanischen Auslandsvertretungen bearbeitet werden können.

Es dauerte jedoch weitere zwei Monate (!), bis er feststellte und anschließend zugab, dass die "... Auslandsvertretungen (...) seit Januar dieses Jahres nicht in der Lage waren, die Visumanträge rechtzeitig an die Zentrale in Pretoria weiterzuleiten, um sie dort zu bearbeiten." Und dass dies "... dazu führte, dass die Ergebnisse der eingegangenen Anträge den Antragstellern nicht rechtzeitig mitgeteilt werden konnten." ... Wow, er hat zwei volle Monate gebraucht, um zuzugeben, was schon längst klar war!!! Aber es kam noch besser, was nun in der IMMIGRATIONSRICHTLINIE NR. 15 von 2022, vom 31. Oktober 2022 zu lesen ist:


"Um sicherzustellen, dass die Antragsteller rechtzeitig Ergebnisse erhalten, hat das Ministerium beschlossen, den Beamten in den Missionen die Erlaubnis zu erteilen, alle zwischen dem 12. Januar und dem 31. August 2022 eingegangenen Visumanträge zu bearbeiten und abzuschließen, sofern sie diese nicht bereits nach Pretoria weitergeleitet haben."

Dieser Minister, der längst entlassen werden sollte, aber unter den schützenden Händen von Dr. "Evil" Gwede "Untouchable" Mantashe an seinem Posten klebt, treibt sein Ministerium von einer Katastrophe zur nächsten. Er hat völlig die Kontrolle verloren und weiß nicht, wie er mit dem Rückstand umgehen soll, den er leichtfertig verursacht hat, aber er erlässt weiterhin eine Richtlinie nach der anderen, die die Situation eher verschlimmert als entschärft.

Wenn Sie also Glück haben und Ihr Antrag in dieses Zeitfenster fällt und Ihre Auslandsvertretung ihn nicht an Pretoria weitergeleitet hat, dann und nur dann kann der Antrag in der Auslandsvertretung abgeschlossen werden. Dies führt jedoch weder rückwirkend zu einem fristgerechten Abschluss, noch betrifft es in irgendeiner Weise die über 50 000 Anträge. Schlimmer noch: Es ist unklar, inwieweit die Auslandsvertretungen all diese Visumanträge versandt haben und ob sie in der Lage sind, eine erhebliche Anzahl von Anträgen innerhalb des genannten Zeitraums zu bearbeiten.

Wir befürchten, dass diese Richtlinie nur einigen wenigen Antragstellern zugute kommen wird, sind uns aber sicher, dass dies dem Minister völlig egal sein dürfte.

Vom englischen übersetzt von J-H Meyer

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